Online-Spielsucht / Internet-Spielsucht

Suchtkrankheiten und Abhängigkeit

Prävalenz, Konzept, Definition und Entwicklung

22.04.2018 Das Konzept der Internet-Spielsucht und die Entwicklung, die dazu führt, sind unklar laut einer in Developmental Medicine & Child Neurology veröffentlichten Studie.

Dr. Frank W. Paulus vom Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg und Kollegen führten eine systematische Überprüfung der Forschungsliteratur zur Online-Spielsucht durch, um einen Überblick über die Definitionen, Symptome, Prävalenz und Ätiologie zu geben.

Prävalenz

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Bild: splitshire

Die Psychologen fanden heraus, dass durchschnittlich 2 Prozent der Kinder und Jugendlichen von der Sucht online Spiele zu spielen betroffen sind; die mittlere Prävalenz (aller + klinischer Stichproben) liegt bei 5,5 Prozent.

Definitionen

Die Definitionen sind unterschiedlich; die vorgeschlagene Definition im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders 5. Edition bietet einen guten Ausgangspunkt für die Diagnose von Internetspielsucht, obwohl es einige Nachteile gibt, schreiben die Studienautoren.

Faktoren der Entwicklung

Mehrere interagierende interne Faktoren, wie mangelnde Selbst-, Stimmungs- und Belohnungsregulation und Probleme bei der Entscheidungsfindung, sowie externe Faktoren, einschließlich mangelnden familiären Backgrounds und sozialer Fähigkeiten sind für die Entwicklung von Onlinespielsucht erforderlich.

Spezifische spielbezogene Faktoren können die Abhängigkeit vom Online-Spielen fördern.

Ein integrierendes Modell der Internet-Spielsucht, das das Zusammenspiel von internen und externen Faktoren verdeutlicht, wird vorgeschlagen.

Das Konzept der Online-Spielsucht und die Wege dorthin sind bisher nicht ganz klar. Insbesondere fehlen langfristige Folgestudien, schreiben die Autoren. Die Sucht nach dem Spielen von Internetspielen sollte als eine gefährliche Störung mit einem komplexen psychosozialen Hintergrund gesehen werden.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Developmental Medicine & Child Neurology https://doi.org/10.1111/dmcn.13754

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