Entstehung von Süchten

Suchterkrankungen: Sucht und Abhängigkeit

Warum verlangen wir nach dem, was wir nicht haben können/dürfen?

Ob wortwörtlich oder allegorisch, die menschliche Obsession für verbotene Freuden ist sicherlich ein definierender Charakterzug.

Verbotenes erweckt unsere Aufmerksamkeit

Eine neue Studie der Universität British Columbia zeigt, dass Dinge außerhalb der Reichweite unsere erhöhte Aufmerksamkeit erringen.

"Unsere Befunde zeigen, dass, wenn uns tägliche Objekte verboten werden, unsere Gedanken und unser Verstand mehr Aufmerksamkeit auf sie legen", sagt die Autorin Grace Truong.

"Unser Gehirn schenkt verbotenen Objekten denselben Level an Aufmerksamkeit wie unserem eigenen persönlichen Besitz."

Die Forscher sagen, das Wichtigste an dieser Studie jedoch sei, dass die Obsession / fixe Idee nicht so stark ist, wenn anderen (der Gruppe, der man angehört) das Objekt auch verboten / vorenthalten wird; die Anziehungskraft des Objekts fällt auf diese Weise dramatisch.

Warum Weight Watchers, Anonyme Alkoholiker (erfolgreich sind) ?

In der Praxis hilft dies z.B. zu erklären, warum Abnehmen in Gruppen wie Weight Watchers, oder bei den Anonymen Alkoholikern abstinent zu bleiben, oftmals erfolgreicher ist.

Es bietet auch wichtige Einblicke in die Störung des "zwanghaften Hortens" und den Umgang von Eltern mit den Wünschen ihrer Kinder für Spielzeuge und andere Besitztümer.

Für die Studie wurden Teilnehmern Abbildungen von alltäglichen Objekten gezeigt und ihnen gesagt, dass die Objekte ihnen oder jemand anderen gehörten, und für sie oder für alle verboten sind.

Mit Hilfe von elektronischer Abbildung der Gehirnvorgänge und Gedächtnistests, fanden die Forscher heraus, dass die verbotenen Objekte genauso erkannt wurden wie Objekte, die den Teilnehmern gehörten.

Die Versuchung

"Seit den Tagen von Eva und dem Apfel haben sich Gelehrte dafür interessiert, warum wir so von Dingen angezogen werden, die wir vermeiden sollten", sagte Psychologe Dr. Todd Handy, Mitautor der Studie.

"Heutzutage sind es Dinge wie Softdrinks, fette zuckerreiche Snacks und verbotene Substanzen. Diese neuen Befunde helfen zu erklären, wie unser Gehirn verbotene Objekte verarbeitet, und sie sagt, dass es leichter ist der Versuchung zu widerstehen, wenn man nicht allein dabei ist."

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University of British Columbia, Juni 2013

Anmerkung:

Langfristig sind oben genannte Gruppen aber nicht wirklich erfolgreich.

Welche Erfahrung haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns.

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