Echolalie

Psychologie-Lexikon

Definition

Definition: Eine Echolalie bezeichnet das automatische Nachsprechen des Gehörten; es werden also Wörter und Sätze wiederholt, die der Betroffene in seiner Umgebung hört.

Dieses Nachsprechen geschieht oft mechanisch und gegen den eigenen Willen, z.B. bei einer Psychose, Schizophrenie, oder bei Tourette-Syndrom und Dementia senilis.
Bei Säuglingen (zwischen dem 9. Monat und dem 15.) ist dieses aber normal.

Den Zwang, zu wiederholen was man selbst gesprochen hat, wird Palilalie genannt (pathologisch).

Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906 sagt zur Echolalie:
"unmotivierte Wiederholung der von einem andern soeben gesprochenen Worte, eine krankhafte Nachahmungserscheinung, zeigt sich am häufigsten bei angebornem, seltener bei erworbenem Schwachsinn (Dementia praecox, Katatonie) und hier oft verbunden mit Echokinesie. ....
In andern Fällen, besonders bei erblich Belasteten, ist die Echolalie Zwangsbewegung; die Betroffenen sind sich der Krankhaftigkeit ihrer Echolalie bewußt, sie verstehen durchaus alles, was sie hören, und leiden unter der Vorstellung, alles nachsprechen zu müssen."

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