Querulantenwahn

Psychologie-Lexikon - Wahnhafte Störungen / Persönlichkeitsstörung

Definition

Definition: Querulantenwahn bezeichnet eine besondere Form des Wahns oder der Paranoia. Während ein Mensch, der sich dauernd und schnell (zu Recht oder Unrecht) hintergangen, betrogen etc. fühlt und sich deshalb auch dementsprechend schnell beschwert bzw. seine Rechte reklamiert als querulantisch bezeichnet wird, trifft dies auf einen persönlichkeitsgestörten Menschen mit Querulantenwahn in gesteigerter Weise zu.

Die Abgrenzung zwischen noch akzeptierter Querulanz und Wahn ist schwierig und fließend. Anhand von Definitionen, Fragebögen etc. finden diese Unterteilungen, was gestört ist und was nicht, dann aber doch statt.
Den Querulantenwahn macht sicherlich der völlige Verlust der Fähigkeit zur Einsicht aus; damit wird die Paranoia querulans zu einer ernsthaften psychopathologischen Persönlichkeitsstörung.

Nach Otto Dornblüths Klinischen Wörterbuch (13/14 Auflage, 1927) ist Querulantenwahn (lat. queri klagen), eine Prozeßsucht, eine Geistesstörung der Psychopathischen, wobei sie an ein wirklich oder vermeintlich erlittenes Unrecht anknüpfen und die angeblichen Verfolger auf jede Weise zu bekämpfen suchen, ohne einer Belehrung zugänglich zu sein und mit fortschreitender Ausbildung ihres Wahns; Übergänge zu Paranoia.

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