Wernicke-Korsakow-Syndrom

Psychologie-Lexikon - Neurologische Erkrankungen

Definition

Definition: Das Wernicke-Korsakow-Syndrom fasst zwei Krankheitsbilder zusammen, die oft zusammen auftreten:
die Korsakow-Psychose oder auch bekannt unter Korsakow-Syndrom oder auch als Korsakow-Symptomenkreis bezeichnet); klassifiziert durch ICD 10: F10.6, F11.6 - F19.6, F04
und
die Wernicke-Enzephalopathie; klassifiziert durch ICD 10: E51.2.


Beide Syndrome haben bei unterschiedlichem Erscheinungsbild chronischen Alkoholismus als Ursache; können zusammen oder unabhängig voneinander auftreten. Charakteristisch für das Wernicke-Korsakow-Syndrom ist die Amnesie, sowohl die anterograde Amnesie als auch die retrograde Amnesie.

Durch den chronischen Alkoholismus kommt es meistens zu einer Mangel- bzw. Fehlernährung, der einen Vitamin B1 / Thiamin Mangel zur Folge hat (die Bierhefe besitzt zwar viel Vitamin B1, das Thiamin wird aber durch den Herstellungsprozess entzogen). Thiamin-Mangel wird auch verdächtigt bei der Entstehung von anderen (psychischen) Krankheiten mitzuwirken.

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