Chemikalien stehen in Verbindung mit kindlichen Entwicklungsstörungen

17.02.2014 Eine wachsende Anzahl Chemikalien stehen im Zusammenhang mit der Entwicklung von neurologischen Entwicklungsstörungen und Beeinträchtigungen bei Kindern (wie Autismus, ADHS und Dyslexie).

Beeinträchtigte Gehirnentwicklung

Forscher der Harvard School of Public Health (HSPH) und Icahn School of Medicine der Mount Sinai sagen, dass man dringend Herr werden muss über diese Substanzen.

„Am besorgniserregendsten ist die hohe Anzahl der Kinder, die toxischen Schaden in der Gehirnentwicklung nehmen, wenn es nicht diagnostiziert wird“, sagte Philippe Grandjean, Professor an der HSPH. „IhreAufmerksamkeitsspanne wird reduziert, ihre Entwicklung verzögert und sie können keine gute Schulleistung bringen. Industrielle Chemikalien sind wahrscheinliche Verursacher.“

Diese neue Studie folgt einer 2006 durchgeführten ähnlichen Studie, in der fünf industrielle Chemikalien identifiziert wurden, die „developmental neurotoxicants“ (also etwa: entwicklungsverzögernde bzw. verzögernde Neurotoxine) oder Chemikalien, die die Hirnentwicklung hemmen können, genannt werden.

Entwicklungsbeeinträchtigende Neurotoxine

Die neue Studie fügt weitere Befunde zu diesen sechs Chemikalien hinzu, die dem Gehirn in seiner Entwicklung Schaden zufügen können:

  • Mangan,
  • Fluorid,
  • Chlorpyrifos und DDT (Pestizide),
  • Tetrachlorethylen (Lösungsmittel) und
  • polybromierte Diphenylether (Flammschutzmittel).

Die Studie umreißt mögliche Verbindungen zwischen den identifizierten Neurotoxinen und den negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern.

Auswirkungen auf die neuronale Entwicklung

  • Zum Beispiel steht Mangan mit einer verminderten intellektuellen Leistung und beeinträchtigten motorischen Fähigkeiten in Zusammenhang.
  • Lösungsmittel sind mit Hyperaktivität und aggressivem Verhalten verbunden,
  • während bestimmte Pestizide eine kognitive Verzögerung verursachen können.

Grandjean und Mitautor Philip Landrigan von der Mount Sinai postulieren, dass viele weitere Chemikalien zu einer „stillen Pandemie“ neurobehavioraler Defizite beitragen, die die Intelligenz mindern und das Verhalten stören.

Aber, es ist schwierig dieser Ausbreitung Herr zu werden, da es an Daten und Belegen fehlt, um Politiker zum Handeln zu bringen. „Nur sehr wenige Chemikalien wurden wegen ihrer Neurotoxizität bisher reguliert“, schreiben sie im Lancet Neurology.

Die Forscher schlagen internationale Clearingstellen und obligatorische Tests für industrielle Chemikalien vor, um die Gehirnentwicklung von Kindern zu schützen.

Quelle: Harvard Universität School of Public Health, Feb. 2014

Ähnliche Artikel

Was denken Sie darüber? Oder haben Sie Erfahrungen damit gemacht?


Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen. Vermeiden Sie unangemessene Sprache, Werbung, themenfremde Inhalte. Danke.