Händeschütteln und Begrüßungskuss werden selten

07.12.2020 Nach dem Ende der Corona-Pandemie wollen viele weiter auf die Begrüßungsrituale verzichten.

Dem Geschäftspartner höflich die Hand schütteln, die gute Freundin mit einem Küsschen begrüßen: In der Nach-Corona-Zeit werden diese Rituale viel seltener zu sehen sein. Diese Prognose leiten Prof. Dr. Xenia Matschke und Prof. Dr. Marc Oliver Rieger von der Universität Trier aus einer gemeinsamen Untersuchung ab.

Danach will die Mehrheit der befragten Studienteilnehmer (57 Prozent) ihr Begrüßungsverhalten dauerhaft ändern – sei es, um Ansteckungsgefahr zu vermeiden oder weil sie sich daran gewöhnt haben.

Im April begrüßten nur noch 0,5 Prozent der Befragten genau wie zuvor. Im September waren mit 2,4 Prozent wieder mehr Menschen zum Begrüßungsverhalten vor Corona zurückgekehrt, obwohl die gleichen Beschränkungen und Empfehlungen galten. Dennoch war es nur eine kleine Minderheit.

In diesem frühen Pandemie-Stadium hatte eine kritische Haltung keine Auswirkungen auf das Begrüßungsverhalten gezeigt. „Dahinter könnte man eine Form des Protestes vermuten. Um das zu belegen, braucht es aber weitere Untersuchungen“, sagen die Forscher.

Mit ihren Studien wollen Prof. Matschke und Prof. Rieger aktuelle Entwicklungen zu COVID-19 wissenschaftlich beobachten und analysieren. Auch wenn die Studien nicht repräsentativ sind, lassen sich damit frühzeitig interessante Trends erkennen, die in weiteren Arbeiten vertieft werden können.

Quellenangabe: Universität Trier

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