Kannibalistische Mörder (Psychologie)

Kannibalen verschonen ihre Verwandten

31.08.2020 Eine neue Studie von Marlies Oostland und Michael Brecht von der Princeton University und der Humboldt-Universität zu Berlin ergab, dass Kannibalen nur selten Blutsverwandte essen. Die Studie wurde heute in Frontiers of Psychology publiziert.

Zudem ergab die Arbeit, dass Kannibalen sich oft erbrechen, wenn sie ihre Opfer essen. Die Autoren schließen daraus, dass eine innere Abscheu dem Verspeisen von Verwandten entgegenwirkt.

Von Kannibalen ausgeführte Morde haben oft einen sexuellen Bezug, Täter sind meist ältere Männer, die jüngere Frauen töten. Opfer sind häufig Fremde und nur selten Vertraute. Zudem ermorden Kannibalen sehr viel seltener als „gewöhnliche Mörder“ Blutsverwandte. Das ist eine Eigenheit, die auch bei kannibalischen Tieren beobachtet wurde. Ebenso wie diese erbrechen sich auch Kannibalen, während sie ihre Mordopfer essen. Kannibalistische Täter, die ihre Blutsverwandten töteten, hatten schwerwiegendere psychische Probleme als Kannibalen, die enge Verwandte verschonten.

Quellenangabe: Humboldt-Universität zu Berlin – „Kin-avoidance in cannibalistic homicide“ Marlies Oostland & Michael Brecht – Frontiers of Psychology (2020) https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyg.2020.02161 – doi: 10.3389/fpsyg.2020.02161

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