Mobbing und Medikamente

Mobbing und Medikamente

Psychische Probleme – Mobbing

23.12.2012 Mobbing mitzuerleben oder Mobbingopfer auf der Arbeit zu sein, erhöht das Risiko für die Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente – vor allem Psychopharmaka wie Antidepressiva, Schlaftabletten und Beruhigungsmittel – verschrieben werden, zeigt eine Forschungsstudie herausgegeben in BMJ Open.

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Mobbing - Medikamente
Nach Mobbing: Psychopharmaka

Mobbing am Arbeitsplatz ist mit einer schlechteren psychischen Verfassung unter Angestellten verbunden, aber es ist nicht klar, ob dies einen Mehrbedarf für psychopharmakologische Behandlung auslöst, und ob die Wirkung für jene, die Mobbing miterleben, ähnlich wie für Mobbingopfer ist.

Die Forscher befragten zwischen 2000 und 2002 6.606 Angestellte im öffentlichen Dienst an 200 Orten, die für die Stadt Helsinki, Finnland arbeiteten – dem größten Arbeitgeber im Land – zu ihren Erfahrungen mit Mobbing am Arbeitsplatz (persönlich als Opfer erfahren oder miterlebt).

Die nationalen Registrierungen über die Verkäufe der verschreibungspflichtigen Psychopharmaka – Antidepressiva, Sedativa, Tranquilizer und Schlaftabletten – wurden drei Jahre vor der Studie und fünf Jahre danach ausgewertet. Alle Teilnehmer waren zwischen 40 und 60 alt und waren Teil der Helsinki Gesundheitsstudie.

Wer wurde gemobbt?

Einer von 20 Angestellten sagte, dass er/sie gegenwärtig gemobbt wurde. Weiterhin sagte eine von fünf (18%) Frauen und etwa einer von acht Männern (12%), dass sie zuvor entweder im selben Job oder in einem vorherigen mit einem anderen Arbeitgeber gemobbt worden waren.

Etwa die Hälfte der Befragten sagte, dass sie als Beobachter zumindestest gelegentlich am Arbeitsplatz Mobbing miterlebt hatten, während etwa jeder Zehnte sagte, dass er/sie es oft miterlebt hatte.

Verschreibungen für Medikamente bei Mobbingopfer und Zeugen

Die Befunde zeigten, dass Mobbing mit anschließenden Verschreibungen für psychopharmakologische Medikamente sowohl bei Männern als auch Frauen verbunden war. Frauen hatten etwa zu 50% wahrscheinlicher ein Rezept für diese Medikamente bekommen, während Männer etwa zweimal so häufig Psychopharmaka verschrieben bekamen, wenn sie auf der Arbeit gemobbt wurden waren.

Und Mobbing ‘bloss’ mitzuerleben hatte einen ähnlichen Effekt. Frauen bekamen zu 53% wahrscheinlicher psychotrope Medikamente verschrieben, während Männer fast doppelt so wahrscheinlich ein Rezept für ein Psychopharmakon bekamen.
Quelle: American Academy of Pediatrics, Okt. 2012

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