Alzheimer Krankheit: Lebensstil könnte schützen

Gesunder Lebensstil kann Protein-Ansammlungen reduzieren

Gesunde Ernährung und Sport können vor Alzheimer schützen

19.08.2016 Eine im Fachmagazin American Journal of Geriatric Psychiatry veröffentlichte Studie von Forschern der University of California, Los Angeles, hat herausgefunden, dass eine gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und ein normaler Körpermassenindex das Auftreten der mit Alzheimer-Krankheit verbundenen Protein-Ansammlungen reduzieren können.

Plaques und Tangles

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In der Studie unterzogen sich 44 Erwachsene im Alter von 40 bis 85 Jahren mit leichten Gedächtnisstörungen (aber ohne Demenz) einem neuartigen PET-Scanner, der Plaques und Tangles (Alzheimer-Fibrillen) im Gehirn messen kann.

Die Forscher erfassten auch Körpermassenindex (BMI), körperliche Aktivität, Ernährung und andere Lebensstil-Faktoren. Die Plaques, Ablagerungen eines toxischen Proteins namens Beta-Amyloid in den Räumen zwischen den Nervenzellen im Gehirn; und die Tangles, verknotete Fäden des Tau-Proteins innerhalb der Gehirnzellen, sind Schlüsselindikatoren für Alzheimer.

3 wichtige Lebensstilfaktoren

Die Studie fand, dass jeder der Lebensstil-Faktoren: gesunder Körpermassenindex, körperliche Aktivität (Sport) und mediterrane Ernährung mit einem geringeren Ausmaß an Plaques und Tangles im Gehirn verbunden war.

Die sogenannte mediterrane Ernährung oder Mittelmeer-Diät ist reich an Früchten, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Zerealien und Fisch und arm an Fleisch und Molkerei-Produkten, und wird charakterisiert durch ein hohes Verhältnis von mono-ungesättigten zu gesättigten Fetten, und einem leichten bis moderaten Alkohol-Konsum.

Frühere Studien konnten einen gesünderen Lebensstil mit Verzögerungen beim Beginn von Alzheimer in Verbindung bringen. Jedoch zeigt erst diese neue Studie, wie Lebensstil-Faktoren direkt die anomalen Proteine bei Menschen mit subtilen Gedächtnisverlusten ohne Demenz-Diagnose beeinflussen, sagte Studienautor Dr. David Merrill.

Es konnte ebenfalls bereits gezeigt werden, dass gesunde Lebensstilfaktoren auch mit einer reduzierten Schrumpfung des Gehirns und geringeren Atrophie-Raten bei Menschen mit Alzheimer verbunden werden können.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: University of California, Los Angeles, American Journal of Geriatric Psychiatry; August 2016

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