Migräne in Schwangerschaft

Migräne in Schwangerschaft

Neurologische Erkrankungen – Chronische Kopfschmerzen

Tipps, Ratschläge

Migräne kann schwangere Frauen vor ein Dilemma stellen, da diese schmerzhaften Kopfschmerzen häufiger während einer Schwangerschaft auftreten können.

Vorsicht bei einigen Migräne-Medikamenten

Aber, einige Migräne-Medikamente können Geburtsfehler verursachen, so dass medizinische Experten schwangeren Frauen dazu raten, sie nicht zu verwenden.

Die womenshealth Website bietet diese Vorschläge schwangeren Frauen, die für Migräne anfällig sind, an:

Die Ratschläge

  • Reden Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen, schwanger zu werden, und Migräne-Medikamente nehmen wollen.
  • Reden Sie mit Ihrem Arzt darüber, welche nicht rezeptpflichtigen Medikamente empfohlen und sicher für schwangere Frauen sind.
  • Versuchen Sie Entspannungstechniken, um Ihre Migräneschmerzen zu lindern.
  • Legen Sie kalte Packungen auf Ihren Kopf, wenn eine Migräne zuschlägt.

Quelle: womenshealth, Februar 2012

Behandlung der Migräne während Schwangerschaft und Stillzeit

10.04.2016 Laut einer in der Zeitschrift Current Neurology and Neuroscience Reports veröffentlichten Forschungsarbeit von Ärzten des Wake Forest Baptist Medical Center können einige – bei schwangeren Frauen lange Zeit als sicher geltende – Medikamente und Behandlungen Gesundheitsprobleme darstellen.

frau kopfschmerz

Die Studienautorin und Professorin für Neurologie Rebecca Erwin Wells analysierte Studienbefunde auf Risiken und Vorteile. Vier Behandlungsoptionen bereiten ihr größere Sorge:

Risiken einiger Behandlungsoptionen

  • Magnesium: Bislang als eine der sichersten Nahrungsergänzungen während der Schwangerschaft betrachtet, wird es nun mit Level D von der Food and Drug Administration (FDA – behördliche Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der USA) bewertet, was bedeutend, dass es nicht sicher sein könnte.
  • Ondansetron: Es ist nicht von der FDA für die Behandlung von Migräne zugelassen, aber es wird oft Off-Label verwendet, um Brechreiz und Erbrechen in der Schwangerschaft und bei Migräne zu behandeln. Der Gebrauch während der Schwangerschaft wird seit kurzem heftig kontrovers diskutiert aufgrund der Besorgnis für die fötale und mütterliche Sicherheit, aber die Daten sind nicht schlüssig.
  • Paracetamol bzw. Acetaminophen: Mehr als 65 Prozent der schwangeren Frauen in den USA benutzen es, aber laut neuen Befunden gibt es mögliche Verbindungen zwischen der mütterlichen Paracetamol-Einnahme und der pädiatrischen Entwicklung von Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
  • Butalbital (in Deutschland nicht mehr zugelassen): Ein Barbiturat, das in Kombination mit Koffein, Paracetamol, Aspirin und/oder Kodein bei Migräne in der Schwangerschaft in den USA täglich verschrieben wird. Eine kleine Studie weist darauf hin, dass es das Risiko für angeborene Herzdefekte vergrößert.

Den Arzt fragen

Die meisten Frauen mit Migräne haben während der Schwangerschaft tatsächlich weniger Kopfschmerzen – insbesondere während des zweiten und dritten Trimesters, sagte Wells. Und es gibt sichere Behandlungsoptionen für Frauen, die während der Schwangerschaft und Stillzeit weiterhin Migräne haben.

Kopfschmerzen während Schwangerschaft und Stillzeit müssen ernst genommen werden; nicht alle haben Migräne als Ursache; einige können durch eine schwerwiegende Erkrankung entstehen.

Am wichtigsten bei Kopfschmerzen während der Schwangerschaft und Laktationszeit ist es, mit dem Arzt zu sprechen. Er oder sie kann über die verfügbaren Behandlungen und ihre Sicherheit beraten – einschließlich nicht-pharmakologischer Optionen wie gesunder Lebensstil, Entspannungstechniken, Stress-Management, Biofeedback und vielleicht sogar Meditation und Yoga, sagte sie.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Wake Forest Baptist Medical Center, Current Neurology and Neuroscience Reports; April 2016

Ähnliche Artikel

Migräne in Wechseljahren, Menopause
Licht löst nicht immer Migräne aus



Schreiben Sie einen Kommentar / Ihre Erfahrung zu diesem Thema. Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen (keine persönlichen Angaben - wie Name, Anschrift etc).

Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren