Parkinson: Denkprozesse und Wissen

Parkinson: Denkprozesse und Wissen

Neurologische Erkrankungen – Schüttelkrankheit

Forscher haben herausgefunden, dass die Parkinson-Krankheit Denkprozesse und den Erwerb von Wissen beeinflussen kann.

Parkinson Wirkung auf Erkenntnis

Interessanterweise haben die Forscher der Queens Universität festgestellt, dass Patienten mit Parkinson-Krankheit automatisierte Aufgaben besser durchführen können als Menschen ohne Parkinson, aber bedeutsame Schwierigkeiten haben, von leichten zu schweren Aufgaben umzuschalten.

Die Befunde sind ein Schritt in die Richtung, die Aspekte der Krankheit zu verstehen, wie die Fähigkeit des Gehirns auf einer kognitiven Ebene beeinflusst wird.

Wir betrachten oft die Parkinson-Krankheit als eine Störung der motorischen Funktionen, sagte Douglas Munoz, Direktor des Queen’s Centre for Neuroscience Studies.

„Aber die Sache ist die, dass dieselben Schaltungen mehr kognitive Funktionen beeinflussen können als Planung und Entscheidungsfindung.“

Die Forscher führten einen Versuch mit Hilfe von Parkinson-Patienten und einer Kontrollgruppe durch.

Diese sollten sich ein Licht ansehen und einen entsprechenden Knopf drücken: Menschen mit Parkinson reagierten mit größerer Genauigkeit als die ohne die Krankheit. Aber wenn sie dieses Verhalten ändern und zum Beispiel vom Licht weg schauen sollten, hatten Parkinson-Patienten Probleme.

Auch wenn sie darum gebeten wurden, einfache Planungen durchzuführen, ihr Verhalten zu ändern, fanden es die Patienten unglaublich schwierig, ihre Pläne auf die Aufgabe einzustellen.

Doktorstudent Ian Cameron, Hauptautor der Studie sagte, dass die Befunde bedeutsam sind, weil sie betonen, wie voreingenommen Parkinson-Patienten in ihrem Denken sind, eine automatisierte Antwort zu finden und auszuführen.

Er meint auch, dass die gegenwärtig verordneten Medikamente zur Behandlung der motorischen Symptome das kognitive Gleichgewicht eines Patienten noch weiter stören könnten.

Cameron führt nun funktionelle Gehirnscans bei Parkinson-Patienten durch, um zu bestimmen, welche Teile des Gehirns von den Medikamenten betroffen sind, die gegenwärtig verwendet werden, um die Symptome der Krankheit zu behandeln.

Die Befunde wurden vor kurzem in Neuropsychologia, einer internationalen interdisziplinären Zeitschrift über kognitive und Verhaltensneurobiologie herausgegeben worden.
Quelle: Neuropsychologia, Sept. 2010



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