Urlaub gegen Stress u. Burnout

Urlaub gegen Stress

Psychische Probleme: hohe Belastung/Anspannung

Den Urlaub richtig verbringen

Die Urlaubstage können körperlich, emotional und finanziell überfordern. Für jemanden mit Burnout-Syndrom oder auf dem Weg dahin ist dies keine gute Situation. Also sollten Sie Sorgfalt darauf verwenden, diesen Stress zu vermeiden.

Die Cleveland Clinic schlägt vor, wie Sie während der Urlaubstage diesem Stress aus dem Weg gehen und sich um sich selbst kümmern können:

  • Bleiben Sie bei Ihren regelmäßigen Sportübungen (oder beginnen Sie mit ihnen) und essen Sie regelmäßige gesunde und nahrhafte Mahlzeiten.
  • Schlafen Sie regelmäßig und solange Sie können.
  • Tun Sie jeden Tag etwas, das Ihnen mindestens einige Minuten Spaß macht.
  • Vergewissern Sie sich, dass Ihre Ferienziele realistisch sind.
  • Genießen Sie die Zeit mit Personen, die stützend sind.
  • Machen Sie Pause von Ihren hektischen Plänen, wenn Sie es brauchen.

Quelle: Cleveland Clinic, November 2011

Stressabbau: Häufiger oder länger Urlaub machen?

Von der Arbeit oder aus einer Routine zuhaus wegzukommen ist ein erprobtes und gutes Mittel, um Stress abzubauen und sich geistig zu erholen.

Aber es entscheidet auch das Ausmaß der freien Zeit / Urlaubszeit, ob man mit neuer Kraft oder gestresst aus dem Urlaub zurückkehrt.

Urlaub selbst kann Stress bringen

Weiterhin kann ein kleiner Ausflug oder sogar eine außerplanmäßige Aktivität mehr Entspannung als ein langer Urlaub bringen.

„Obwohl der Urlaub selbst auf der Liste der Stressoren nicht so hoch rankt, können das Reisen, die Unterbrechung des Schlafs und die Nahrungsumstellung doch anstrengend sein“, erklärte Christopher Robinson, Ph.D., Dozent im Fachbereich für Psychologie an der Universität von Alabama – Birmingham, USA.
Jedoch kann schon die Aussicht auf einen Urlaub Menschen in eine bessere Stimmung bringen, sagte Robinson.

Tipps für den Urlaub

Robinson gibt folgende Tipps, um die kurzfristige Zunahme der Freude zu maximieren, die ein Urlaub bringen kann:

  • Machen Sie während des Jahres mehrere kürzere Reisen statt nur eine lange.
  • Streuen Sie spontane Wochenendausflüge in Ihr Leben ein.
  • Machen Sie am Morgen nach einem schönen Abend frei, um die Auszeit zu verlängern.

Regelmäßige mentale Auszeiten

Ob es Wandern oder Zelten, ein entspannter später Spieleabend mit der Familie, Golf, Spaziergang am Strand etc. ist, Robinson ermutigt, sich regelmäßig mentale Auszeiten zu nehmen.

„Ich habe festgestellt, dass regelmäßig mit Freunden am Grill oder Lagerfeuer zu sitzen, mir viel besser hilft, mich zu entspannen und dem Stress zu entkommen, als ein Urlaub mit viel Planung etc.“, sagte Robinson.

„Während die Entspannungsmethoden von Person zu Person variieren, kann jede Auszeit eine gute Fluchtmöglichkeit aus der täglichen Routine bieten.“

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Universität von Alabama – Birmingham, Juli 2013

Stressabbau: Urlaubsdauer hat keine Auswirkung

Laut einer Forschungsstudie der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität hat die Länge des Urlaubs keinen Einfluss auf den Erholungseffekt.

Urlaubsdauer

Die Psychologin Verena C.Hahn behauptet, es wäre egal, ob man einen langen Urlaub für zwei oder vier Wochen, oder gar nur für drei Tage Kurzurlaub macht: Die Auswirkung auf die Erholung bzw. der Stressabbau wäre gleich.

„Das hat eine Zusammenfassung diverser Urlaubsstudien gezeigt“, sagt die Studienleiterin der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.

Die Analyse hätte ergeben: Wohlbefinden und Stressreduktion unterscheiden sich nicht wesentlich zwischen einem Lang- und einem Kurzurlaub.

Hahn sagt:

„Erholung findet statt, wenn alle funktionalen Systeme, die bei der Arbeit beansprucht sind, in der Freizeit ausgeglichen werden – wenn beispielsweise Schreibtischtäter ihre geistigen Tätigkeiten durch Sport ausgleichen.“

Empfehlungen

Die Wissenschaftlerin empfiehlt:

„Arbeit und Privatleben strikt zu trennen und in Auszeiten nicht erreichbar sein.“

Doch auch Menschen ohne Arbeit sollten sich von ihren Belastungen, wie Jobsuche und Termine beim Arbeitsamt etc. mal frei machen.

Für alle ist es wichtig, sich Freizeitaktivitäten zu suchen, die auch Spaß, Freude machen.

„Spätestens nach vier Wochen ist die gute Urlaubslaune wieder dahin. Dann ist man wieder im Alltag angekommen und wieder auf seinem üblichen Stressniveau.“

Deshalb sollte man auch im Feierabend entspannen und das Wochenende nicht mit unerledigter Arbeit verbringen.

Quelle: Johannes-Gutenberg-Universität, 24.02.2014

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