Angststörung und Darmerkrankungen

Angststörung mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen verbunden

Eine Studie der University of Toronto hat herausgefunden, dass generalisierte Angststörung doppelt so häufig bei Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa vorkommt wie bei Kontrollpersonen.

Frauen besonders anfällig

Die Forscherinnen Esme Fuller-Thomson und Sandra Rotman berichten, dass Frauen in ihrer Studie Angststörungen gegenüber besonders anfällig waren.

Frauen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) hatten eine viermal so große Wahrscheinlichkeit für diese Angststörung verglichen mit Männern mit CED, berichten die Wissenschaftlerinnen.

Die Daten wurden durch eine repräsentative Stichprobe mit mehr als 22.000 Kanadiern einer 2012 stattgefundenen Gesundheitstudie zur psychischen Gesundheit erfasst. Insgesamt berichteten 269 Befragte über diagnostizierten Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa.

Die Studie zeigt die Notwendigkeit auf routinemäßige Scans auf Angststörungen, sagte Koautorin Joanne Sulman in der Zeitschrift Inflammatory Bowel Diseases.

"Besonders bei den anfälligsten Patienten mit CED: Frauen, Personen mit chronischen Schmerzen und mit sexuellem Missbrauch in der Kindheit."

Kindesmissbrauch, chronischer Schmerz bei CED

Koautorin Rusan Lateef sagte, zwei andere Faktoren wären mit Angststörungen bei Menschen mit CED verbunden.

Es gab ein sechsfach erhöhtes Risiko für Angststörungen bei Menschen mit CED, die in der Kindheit sexuell missbraucht worden waren.

Und auch Menschen mit moderaten oder schweren chronischen Schmerzen berichteten doppelt so häufig über Angststörungen im Vergleich mit Teilnehmern mit leichten oder gar keinen chronischen Schmerzen, sagte sie.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University of Toronto, Inflammatory Bowel Diseases; Juli 2015

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