Sozial Phobie: Sport, Entspannung

Soziale Phobie: Sport, Entspannung

Psychische Störungen – Angststörungen

Sport, Entspannung können soziale Angst reduzieren

24.07.2014 Sport- und Entspannungspraktiken (Progressive Muskelentspannung, Yoga, Walking) können Menschen mit sozialen Phobien helfen, die Welt positiver zu sehen.

Blick auf die Welt ändern

Adam Heenan von der Queen’s University, Kanada, stellte in seiner Studie fest, dass bestimmte Sport- und Entspannungsaktivitäten buchstäblich die Wahrnehmung der Welt verändern können – eine Entdeckung, die insbesondere Auswirkungen auf Menschen mit Stimmungs- und Angststörungen hat.

Entspannung gegen soziale Phobie

Bild: Christophe BILLARD (pixabay)

Heenan fand heraus, dass das Ausüben von Sport und Entspannungstechniken die Wahrnehmung der Personen veränderten, so dass sie ihre Umgebung auf eine weniger bedrohliche, weniger negative Weise betrachteten.

Für seine Untersuchung benutzte Heenan Lichtpunkt-Displays: Darstellung eines Menschen, die aus einer Serie von Punkten dargestellt wird, die die größeren Gelenke repräsentieren.

Menschliche Lichtpunkt-Displays sind mehrdeutig im Raum und daher könnte ein Beobachter, der sich die Darstellung ansieht, sie entweder als sich zu- oder abgewandt deuten.

Menschen werden weniger bedrohlich wahrgenommen

Forscher haben festgestellt, dass Menschen mit Sozialphobie, diese Figuren als auf sich zukommend wahrnehmen (d.h. in einer bedrohlicheren Weise).

„Wir wollten untersuchen, ob Menschen ihre Umgebung weniger bedrohlich wahrnehmen, nachdem sie sich körperlich bewegt (Sport) oder entspannt (Yoga, Progressive Muskelentspannung) hatten“, sagte Heenan.

Teilnehmer, die 10 Minuten auf einem Laufband gingen oder joggten, hatten weniger oft das Gefühl, dass diese mehrdeutigen Lichtpunkte auf sie zukamen, als Teilnehmer, die nur auf dem Laufband standen.
Derselbe Effekt konnte bei Teilnehmern festgestellt werden, die sich mithilfe der progressiven Muskelrelaxation entspannten.

Dies ist wichtig, denn ängstliche Menschen fokussieren sich mehr auf bedrohliche Dinge in ihrer Umgebung.
Tatsächlich denken einige Forscher, dass dadurch diese Angststörungen aufrechterhalten werden:
Ängstliche Menschen lenken ihren Fokus auf Angst-herbeiführende Dinge und werden auf diese Weise in einem kontinuierlichen Kreislauf immer ängstlicher.

„Dies ist eine großartige Entdeckung, weil es erklären hilft, warum Sport und Entspannungstechniken bei der Behandlung und Therapie von Stimmungs- und Angststörungen (wie der sozialen Phobie) in der Vergangenheit erfolgreich waren“, sagte Heenan.

© PSYLEX.de – Quelle: Queen’s University / PLOS ONE, Juli 2014

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