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Elektrokonvulsionstherapie bei bipolarer Störung

Elektrokonvulsionstherapie / Elektrokrampftherapie bei bipolarer Störung

Elektrokonvulsionstherapie ist nachweislich hilfreich bei bipolaren Patienten und reduziert das Suizidrisiko

13.09.2020 Eine der größten Studien, die jemals an Patienten mit einer unbehandelbaren bipolaren Störung durchgeführt wurde, konnte zeigen, dass die EKT (Elektrokonvulsionstherapie, auch als Elektrokrampftherapie bekannt) das Suizidrisiko bei Hochrisikopatienten um 84% senken und etwa 72% der Betroffenen wirksam behandeln konnte.

Die in The World Journal of Biological Psychiatry veröffentlichte Studie, in der Patienten mit behandlungsresistenter bipolarer Störung mit Elektrokonvulsionstherapie behandelt wurden, zeigt, dass EKT das Selbstmordrisiko senken und der Mehrheit der Patienten die Rückkehr zu einem normaleren Leben ermöglichen kann.

mädchen nachdenklich
Bild: Ryan McGuire

Verringerung der Symptome

Zwischen Januar 2006 und Juli 2019 wurden 670 Patienten mit behandlungsresistenter Erkrankung zur EKT-Behandlung der bipolaren Störung an die psychiatrische Klinik der Universität Pisa überwiesen.

Etwa 93% der bipolaren Patienten hatten es mit einer pharmakologischen Behandlung versucht und waren gescheitert, 88% hatten es vergeblich mit 2 verschiedenen Medikamenten versucht. Im Durchschnitt hatten die Patienten fünf verschiedene Medikamente ohne Erfolg ausprobiert.

Die Behandlung zeigte große Erfolge bei der Behandlung der bipolaren Patienten mit Remissionsraten von über 60% bei Symptomen, die für bipolare “Mischzustände” charakteristisch sind, wie emotionale Überreaktivität, motorische Hyperaktivität, Aggressivität und Verfolgungswahn, Unkooperativität, Katatonie und damit verbundene Bewegungsstörungen.

Suizidgefahr reduziert

Am wichtigsten sei, dass 77 unserer Patienten als stark suizidgefährdet eingestuft wurden. Nach der Behandlung verblieben nur 2 Patienten mit schwerem Risiko, während 65 überhaupt keine Suizidalität zeigten. Dies entspricht einem Rückgang der Suizidalität nach der EKT-Behandlung um 84%.

Die Studienautoren hätten bei keiner anderen Behandlung eine so starke akute Verbesserung des Suizidrisikos wie bei der Elektrokrampftherapie festgestellt, sagt der Forscher Dr. Giulio Emilio Brancati.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: The World Journal of Biological Psychiatry – https://doi.org/10.1080/15622975.2020.1770860

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