Pathologisches Spielen, Spielsucht Erfahrungen

Im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Nutzererfahrungen zu: Pathologisches Spielen, Spielsucht. Die vollständigen Erfahrungsberichte sind im Anschluss darunter zu finden.

  • Selbsthilfegruppen und Therapie: Viele Betroffene berichten, dass Selbsthilfegruppen und therapeutische Unterstützung hilfreich sind, um mit der Spielsucht umzugehen.
  • Strategien zur Abstinenz: Einige erfolgreiche Strategien umfassen das Zerschneiden von Kreditkarten, das Vermeiden von Bargeld, das Einrichten von Routinen und das Nutzen von Hypnose.
  • Emotionale Unterstützung: Das Teilen der Suchtproblematik mit Freunden oder Familie kann eine große Erleichterung und Motivation sein.
  • Akzeptanz und Selbstkontrolle: Die Akzeptanz der Sucht und das Setzen von klaren Zielen sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Bitte beachten Sie, dass dies subjektive Erfahrungsberichte von Nutzern sind und psychologische / medizinische Beratung durch einen Facharzt / Psychologen / Therapeuten nicht ersetzen können. Für eine individuelle Beratung sollte immer ein Angehöriger der Gesundheitsberufe konsultiert werden.

Beiträge zu “Pathologisches Spielen, Spielsucht Erfahrungen”

  1. Jim, dann sollten Sie sich auf jeden Fall helfen lassen. Der erste Schritt wäre der zum Arzt. Der wird Ihnen dann eine Überweisung zum Therapeuten ausstellen. Oder Sie suchen zumindest eine Selbsthilfegruppe für Spielsüchtige auf.

  2. Ich habe in letzte Zeit oft Selbstmordgedanken. Ehrlich gesagt habe Ich etwas davor Angst. Ich weiss mir irgendwie nicht zu helfen.

  3. Entgegen aller Statistiken bin nicht ich, sondern meine Frau spielsüchtig geworden..! Ich habe deshalb eine fast 20 jährige Ehe beendet. Mir schuldet sie einen fünfstelligen Euro-Betrag. Wie viel Schulden sie sonst noch hat, hat sie mir nicht offengelegt – Ich gehe vom dreifachen aus, was sie mir schuldet, wofür ich auch Belege gefunden habe, die natürlich falsch und von mir eingebildet sind. Des Weiteren hat sie über Jahre hinweg Kredite aufgenommen, die sie mir verheimlicht hat. Insgesamt gehe ich von einem Schaden von 75.000€ aus. Für professionelle Hilfe blieb mir keine Zeit und die Geduld dafür hatte ich auch nicht. Ich habe meine Sachen gepackt und bin weg. Die Frau, die ich einst liebte hat sich zu einem Geld verbrennenden Monster verwandelt. Zum Glück habe ich keine Kinder. Überlassen habe ich ihr noch die komplette Wohnung inklusive Einrichtung im Wert vom gleichen Betrag, das sie mir schuldet. Ich weiß, dass das dämlich ist, aber ich will einfach nichts mehr von ihr wissen. Die Miete läuft leider auf uns beide. Bisher zahlt sie regelmäßig, weil ich eine gemeinsame Kündigung in meinen Dokumenten habe. Mittlerweile hat sie alle ihre Freunde und Verwandte davon überzeugt, dass ich das Problem wäre, aber das ist mir auch egal. Nach dem Trennungsjahr werde ich die Scheidung beantragen, natürlich von mir bezahlt – Aber Hauptsache ich bin die Alte endlich los..! Insgesamt habe ich für diese Ehe ca. 250.000€ in den Sand gesetzt. Ich wünsche dieses Leid niemandem..!!!

  4. Mein Erfahrungsbericht zu meiner Spielsucht: Angefangen hat es ganz harmlos, war mit Bekannten in einer Spielothek zum Billard verabredet.
    Irgendwann brauchte ich Münzen für den Billardtisch und ich steckte Geld in einen Geldspieler um zu wechseln (die Aufsicht war grade nicht da) gleich bei der ersten Umdrehung (Auszahtaste hatte ich schon gedrückt) bekam ich 100 Freispiele und hab ne Menge gewonnen.
    Also steckte ich öfter mal was in Geldspieler während wir Billard spielten.
    Ich kam zu früh und spielte, nebenbei hatte ich Unterhaltung mit anderen Spielern und auch mit den Aufsichten verstand ich mich super.
    Zwischenzeitlich hab ich sogar mal als Aushilfe dort gearbeitet, während dieser Zeit durfte ich nicht spielen aber das war ok, zum spielen suchte ich mir eine andere Spielothek, war da ab und zu mal und auch dort hab ich mich mit den Stammkunden und auch mit der Aufsicht und dem Chef gut verstanden.

    Dann bekam ich Depressionen, niemanden zum reden, Angst alleine zu sein, also fuhr ich in die Spielothek, da war ja immer jemand mit dem man sich unterhalten konnte und ganz nebenbei fütterte ich die Geldspieler.

    Irgendwann merkte ich dann das ich mehr verspielte als gut für mich ist und ich versuchte mir immer ganz klar ein Limit zu setzen, das klappte nicht so gut, aber damals wollte ich mir nicht eingestehen das ich ein Suchtproblem hab.

    Die Jahre vergingen und ich spielte mal weniger mal mehr, schaffte es sogar ab und zu mich in der Spielothek aufzuhalten ohne zu spielen, saß nur an der Theke unterhielt mich trank meinen Kaffee und ging dann wieder, ach was war ich damals stolz auf mich, ich hatte meine Sucht im Griff.

    Dann kam ein Rückfall, mein bester Freund verunglückte tödlich, ich spielte bis ich Pleite war, ließ mir Vorschuss geben und verzockte auch diesen.
    Ich hatte niemanden mehr, konnte mit niemanden darüber sprechen und so spielte ich weiter, hab mir Geld geliehen und verzockt, meinen Job verlor ich auch, da hatte ich noch mehr Zeit mich in der Spielothek rum zutreiben.
    So ging es eine ganze weile bis ich nirgends mehr Geld bekam.

    Total Pleite und mit Schulden im Nacken kam ich zur Besinnung, ich durfte nicht mehr spielen in der Spielothek, mit starkem Willen und um es mir zu Beweisen ging ich hin trank meinen Kaffee und unterhielt mich ohne zu spielen, ich kam nicht mehr so oft, aber ich konnte es zumindest eine Weile.
    Ich suchte mir einen neuen Job, ging nebenbei noch bedienen und siehe da meine Schulden wurden weniger.
    Lernte meinen Ex-Lebensgefährten kennen und wir lebten zusammen, ich hörte auf mit bedienen, damit ich mehr Zeit für ihn hatte, dann der nächste Schlag, er betrog mich, ich verzieh ihm und wir gaben uns noch eine Chance.
    Der nächste Schlag ließ nicht lange auf sich warten, bei mir wurde festgestellt ich hab die Erbkrankheit meiner Mutter geerbt. Ich fiel in ein Loch und fing wieder an zu spielen (heimlich) mein Lebensgefährte mußte selbst erstmal mit meiner Krankheit klar kommen, der war mir da keine Hilfe.
    Er hat sich immer mehr von mir abgekapselt und ging immer mehr seinen Weg und ich meinen, ich arbeitete viel, ging ab und zu zocken und irgendwann merkte ich dann ich bin ihm egal, „Trennung“
    Wir wohnten in der Wohnung wie in einer WG, er musste ja erst eine andere Wohnung finden, er versuchte sich mir gegenüber wie ein guter Bekannter zu verhalten, das ertrug ich nicht, wir stritten nicht oder so, aber ich konnte seine Anwesenheit in der Wohnung nicht ertragen, aber wo hin, wenn ich es zu Hause nicht aushielt, „Spielothek“
    Ich fing sogar an als Aushilfe dort zu arbeiten, so verdiente ich das Geld das ich dort verzockte. (hatte ja kein Spielverbot) Chef lachte nur und sagte wieso sollte ich dich nicht „hier“ spielen lassen.
    Mein anderer Job wurde mir gekündigt, also übernahm ich mehr Schichten in der Spielothek und fing dann sogar als Vollzeitkraft an.
    Da gingen meine Probleme erst richtig los. Ich zockte oft nach der Schicht, dann kam ich schon früher zu meiner Schicht und zockte erst mal ne Runde bevor ich arbeiten musste.
    Irgendwann dann zockte ich auch während meiner Schicht. Es war langweilig, kaum Gäste da, da saß ich neben den Gästen und irgendwann dann gab mir ein Gast einen Glückszwickel (2,-€) das wurde immer häufiger, wir hatten so viel Spaß.
    Also verzockte ich wieder alles, ich verspielte mehr und mehr, ich konnte nicht aufhören, ich animierte die Stammgäste und die mich und so war ich gefangen in einem Teufelskreis.
    Den ersten Schritt hab ich gemacht, ich sprach mit meinem Chef, bat ihn er solle mir doch Spielverbot erteilen, aber auch das half nicht, ich zockte fröhlich weiter, meinem Chef sagte nur du sollst doch nicht so viel spielen. Nach einem langen Gespräch mit ihm hat er mir dann gekündigt damit ich keine Sperrfrist bekam.

    Jetzt bin ich arbeitslos, hab gesundheitliche Probleme und noch immer meine Spielsucht.

    Jetzt ist es so akut, ich hab alles verspielt, bin total blank, habe Mietschulden, Strom-schulden (wird wohl auch in den nächsten Tagen abgestellt)
    Kämpfe ums nackte überleben werde wohl paar tage hungern müssen bis mein nächstes Geld kommt, denn meine Lebensmittelvorräte reichen bestimmt nicht bis zu nächsten 1.

    Ich schäme mich so das ich es nicht schaffe mit jemanden darüber zu sprechen, hier zu schreiben fällt mir auch schwer, aber ich brauche „Hilfe“

    Ohne „HILFE“ schaff ich das nicht, alleine komm ich da nicht mehr raus.

  5. Hallo Zusammen,

    ich bin nun seit 14 Jahren 11 Monaten und 17 Tagen Spielsüchtig und begebe mich ab Dienstag in Therapie.
    Das Gefühl sich jemanden anvertrauen zu können, nach so lange Zeit ist, für den Moment ein gutes Gefühl. Ich habe heute auch alle meine Online-Casino Accounts gesperrt. Im Casino selber muss ich mich noch sperren lassen.

    In den Jahren meiner Spielsucht habe ich exakt EUR 210.210,34 verspielt. Wie es zu dieser Summe kann? Ich hatte mit damals 18 Jahren 20 EUR am Spielautomaten verloren und wollte diese unbedingt wieder zurückhaben bzw. gewinnen, da ich bis zu diesem Zeitpunkt ein sehr Sparefroher und leicht Geiziger Typ wahr. Das eine führte zum anderen und nach 14 Jahren stehe ich nur hier.

    Am meisten schmerzt mich, dass ich meine Partnerin, die Liebe meines Lebens und meine Familie betrogen, belogen und bestohlen habe.
    Ich habe es geschafft für einige Monate „clean“ zu bleiben aber sobald die Prämie oder das Urlaubsgeld am Konto war, meldete sich die Sucht in mir weil ich aus welchen Gründen auch immer, aus EUR 1.000 unbedingt EUR 10.000 machen wollte. Dies auch nur weil mir das exakt 1-mal in den ganzen 14 Jahren gelungen ist. Das muss man sich mal vorstellen. Ich habe auf meinem Konto heute EUR 0,39 Cent. Mein Gehalt kam vor 2 Tagen. Die Kreditrate und weitere Rechnungen habe ich nicht bezahlt. Das Kreditinstitut wird wahrscheinlich eine Pfändung beantragen. Das mein Leben eines Tages so verlaufen wird, hätte ich mir mit meinen damals 18 Jahren nie erträumt. Wertvolle Lebenszeit die ich nie wieder Zurückbekomme. Kein Geld der Welt kann Dir das zurückgeben.

    Ich hoffe das ich in der Therapie Lösungsansätze erhalte, wie ich diese Sucht in den Griff bekomme. Meine Angst ist dass das noch viel schlimmer wird und ich eines Tages auf der Straße lande. Verwahrlost und Einsam. Es stört mich auch das ich immer nur ans Geld denke, obwohl ich das nicht möchte. Ich könnte mit meinem Gehalt locker über die Runden kommen aber ich schaffe es einfach nicht. Ich möchte auch nicht mehr lügen. Manchmal denke ich mir, was für ein erbärmlicher Mensch ich denn nicht bin. Z.b. habe ich vor 2 Monaten meine Prämie erhaltne. EUR 21.000. ich habe mit dem Geld etwa nicht meine Eltern unterstützt oder einen Teil des Kredites zurückgezahlt sondern alles einfach Online verzockt. Ich hoffe einfach nur das sich einiges zum Guten wendet und ich irgendwie von dieser Sucht weg komme.

  6. Eigentlich spielt man ja weil man etwas haben möchte … man will etwas hinzu-gewinnen.
    Praktisch ist aber jedes Glücksspiel so konzipiert dass man IMMER mehr Geld ausgibt als man zurück bekommt, nur so funktioniert das Geschäft für die Betreiber.

    Die „Glücksspielperson“ denkt immer noch dass sie da etwas raus holen kann und hofft auf den nächsten großen Gewinn um sich freuen zu können.
    Fakt ist jedoch, je öfter man spielt, desto weiter wandert man in die errechnete Wahrscheinlichkeit.

    Vielleicht hilft euch der Gedanke: Glücksspiel hat sich für noch keinen Glücksspieler gelohnt, nur für den Betreiber des Spiels.
    Als Aktion um diese Sucht zu bekämpfen hilft der obige Gedanke und Inaktivität … denn man muss ja selbst aktiv werden, zur Abzockbude fahren und das eigene (schwer erarbeitete) Geld dort verprassen.

    Nehmt das Geld, welches ihr normaler , durchschnittlich Weise dort verprassen würdet und steckt es in einen kleinen Tresor/Schatulle.
    Jetzt seid ihr zugleich der abgezockte und auch der Betreiber der Abzockbude und als Betreiber könnt ihr auch dann jeden Monat ansehen wie viel Geld „die Idioten (also der Idiot)“ bei euch gelassen haben. Ihr freut euch und lacht über den Typen.

    Ihr habt dabei auch Zeit gewonnen die ihr mir sinnvollen Dingen ausschmücken könnt, zum Beispiel: Sport, Familie oder schlafen. 🙂

  7. Ich habe mal ein paar guter Tipps für Strategien gefunden, um nicht mehr zu spielen…abstinent zu bleiben. Ich habe einiges versucht und würde gerne weitere Ideen bekommen. Einige der Methoden haben mir geholfen in den ersten paar Monaten der Abstinenz. Andere haben mir nicht gegen meine Glücksspielsucht geholfen. Vielleicht habt ihr auch einige Ideen, Möglichkeiten, Strategien, die helfen könnten!?

    Mir hat z.B. geholfen:

    Ich habe für 200 Euro in einem Lebensmittelgeschäft eine Geschenkkarte (also ein Gutschein) gekauft, die nicht gegen Bargeld eingelöst werden konnte, so dass ich zumindest Essen für den Monat hatte. Das hat mir ziemlich viel Stress genommen – zumindest musste ich mich nicht darum kümmern, wie ich mich selbst ernähren konnte.

    Ich habe meine Kreditkarte zerschnitten. Das war schwer – meine Abhängigkeit hat sich auf heftigste gewehrt. Als ich sie schließlich zerschnitt, fühlte ich unmittelbar drei Dinge – Panik, Bedauern und Erleichterung.

    Eine gute Idee mal diese Tipps für solche Strategien zusammenzuführen:
    Ich bin auf jeden Fall auch spielsüchtig und ich habe alle meine Schulden zusammengezählt – jeden Cent – und sehe mir die Summe jeden Tag an. Das ist ernüchternd und motivierend.

    Und Ich „zahle“ mir für jeden Tag, den ich nicht spiele, einen Euro. In den ersten wochen gab mir das wirklich Motivation, und ich freue mich wirklich jeden Tag drauf, wenn ich nach der Arbeit diesen Euro in mein Sparschwein stecken kann.

  8. Ich bin Spielsüchtig,ich war bei einer Selbsthilfegruppe 2x ich habe das nicht ausgehalten.Ich habe starke Psychische Probleme….es folgte ein Suizidversuch wo ich es fast geschafft habe!!
    Ich hatte überlebt und muss weiter Leben mit der Sucht den Quallen…Über 13 Jahre ca.150.000 Euro verzockt nun ist Schluss !! Ich war nie Kriminell wegen des Geldes! Aber habe nun alles verloren noch 20.000 Euro Schulden und keinen Lebensmut mehr….Nun muss das zweitmal klappen weil ich niemanden mehr in die Augen schauen kann…Ich verurteile mich selbst zum Tod, damit diese Casinos von mir nichts mehr bekommen! Und ich meinen eigenen Frieden bekomme

Was denken Sie über das Thema? Haben Sie Erfahrungen damit gemacht?


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