Mütterliche PTBS erhöht Risiko fürs Kind

Mütterliche PTBS erhöht Risiko fürs Kind

Psychische Störungen – Traumata

03.12.2013 Eine neue Studie zeigt, dass Kinder wahrscheinlicher eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickeln, wenn die Mutter bereits daran erkrankt ist.

Traumatische Erlebnisse durch Raketenangriffe

In der Studie wurden etwa 160 israelische Mütter von Vorschulkindern zu PTBS-Symptomen befragt, also zu ihren eigenen Reaktionen und denen ihrer Kinder während der Operation Cast Lead (Operation Gegossenes Blei: kriegerische Auseinandersetzung im Gazastreifen 2008/2009). In Südisrael gingen zu dieser Zeit 750 Raketen nieder.

Die Forscher untersuchten die Beziehung zwischen PTBS-Symptomen und soziodemographischen, familiären und psychosomatischen Symptomen bei Kindern, die die Raketenangriffe erlebten.

Mütterliche PTBS erhöht Risiko fürs Kind

Die Wissenschaftler der Ben-Gurion University of the Negev (BGU) fanden heraus, dass zwar 8,4 % der Mütter unter posttraumatischer Belastungsstörung litten, aber mehr als ein Fünftel (21 Prozent) ihrer Kinder PTBS-Symptome zeigten.

Psychosomatik und Posttraumatische Belastungsstörung

Die Forscher entdeckten auch, dass Kinder mit PTBS-Symptomen mehr psychosomatische Beschwerden, wie Verstopfung, Durchfall und Kopfschmerzen hatten.

„Diese Studie trägt einiges zum Wissen bezüglich der Wichtigkeit bei, elterliche Stress-Reaktionen zu beurteilen und zu behandeln“, erklären die Forscher.

„Eltern sind oft der Schlüssel, um die Reaktionen der Kinder im Allgemeinen und insbesondere unter Stress zu verstehen. Die Studie hebt auch die engen (psychosomatischen) Beziehungen zwischen ‚Leib und Seele‘ bei Kindern und Erwachsenen hervor.“

Quelle: American Associates, Ben-Gurion University, Nov. 2013

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