Übergewicht, Adipositas durch Trauma, Psychotrauma

Durch Stress und Traumata erhöht sich das Risiko für starkes Übergewicht

21.11.2017 Die Forscher analysierten die Daten von fast 22.000 Frauen mittleren und höheren Alters. Das Ziel war: die Beziehung zwischen starkem Übergewicht / Adipositas und traumatischen Ereignissen - wie dem Tod eines Kindes oder Viktimisierung durch einen schweren körperlichen Angriff - sowie negativen Ereignissen wie Langzeitarbeitslosigkeit oder einem Haus- bzw. Wohnungseinbruch herauszufinden.

Etwa 23 Prozent der untersuchten Frauen waren fettleibig, schreibt Studienautorin Dr. Michelle Albert von der University of California, San Francisco.

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Bild: Rebecca Matthews

Die Studienteilnehmerinnen, die über mehr als ein traumatisches Lebenereignis berichteten, waren zu 11 Prozent wahrscheinlicher fettleibig als diejenigen, die nicht über ein traumatisches Erlebnis berichteten.

Darüber hinaus waren Frauen, die vier oder mehr negative Lebensereignisse in den vergangenen fünf Jahren berichtet hatten, zu 36 Prozent häufiger adipös als Frauen, die nicht über solche negativen Ereignisse berichteten.

Der Zusammenhang zwischen Stress-Ereignissen und Fettleibigkeit war stärker bei Frauen mit hoher körperlicher Aktivität; der Grund dafür sei jedoch unklar, so die Autoren der Studie. Der Report wurde auf der jährlichen Sitzung der American Heart Association in Anaheim, Calif. präsentiert.

Die Befunde legen nahe, dass psychologische Belastung in Form von negativen und traumatischen Lebenereignissen einen wichtigen Risikofaktor für Gewichtveränderungen darstellen könnte, schreiben die Wissenschaftlerinnen. Folglich sollte psychosozialer Stress bei Interventionen zur Gewichtskontrolle berücksichtigt werden.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University of California; American Heart Association; Okt. 2017

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