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Stress erhöht Risiko für kardiometabolische Erkrankungen

Wahrgenommener Stress von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter und kardiometabolische Auswirkungen im jungen Erwachsenenalter: Eine prospektive 18-Jahres-Studie

Stress erhöht Risiko für kardiometabolische Erkrankungen

21.01.2024 Ein gleichbleibend hohes Stressempfinden von der Jugend bis zum Erwachsenenalter ist mit einem erhöhten kardiometabolischen Risiko im Erwachsenenalter verbunden laut einer im Journal of the American Heart Association veröffentlichten Studie.

Dr. Fangqi Guo von der Keck School of Medicine an der University of Southern California in Los Angeles und Kollegen untersuchten in einer Studie mit 276 Teilnehmern der Southern California Children’s Health Study (2003 bis 2014) und einer Nachuntersuchung (2018 bis 2021), wie die Muster des wahrgenommenen Stresses von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter das kardiometabolische Risiko im Erwachsenenalter vorhersagen. Der wahrgenommene Stress wurde zunächst von den Eltern der Teilnehmer in der frühen Kindheit (Durchschnittsalter: 6,3 Jahre) und dann im Jugend- und jungen Erwachsenenalter (13,3 bzw. 23,6 Jahre) selbst angegeben. Es wurden vier Stressmuster identifiziert: konstant hoch, abnehmend, zunehmend und konstant niedrig.

  • Die Forscher fanden heraus, dass ein höherer Wert auf der Stresswahrnehmungsskala im Erwachsenenalter mit einem erhöhten kardiometabolischen Gesamtrisiko, einer erhöhten Intima-Media-Dicke der Halsschlagader, einem erhöhten systolischen Blutdruck und einem erhöhten diastolischen Blutdruck verbunden war (β = 0,12, 0,01, 1,27 bzw. 0,94).
  • Ein höheres kardiometabolisches Gesamtrisiko, ein höheres Android- / Gynoid-Verhältnis (männliches, weibliches Fettverteilungsmuster) und ein höherer prozentualer Körperfettanteil wurden im Erwachsenenalter bei denjenigen beobachtet, die ein konstant hohes Stressmuster von der Jugend bis zum Erwachsenenalter aufwiesen, im Vergleich zu denjenigen, die einen konstant niedrigen Wert auf der Perceived Stress Scale hatten (β = 0,31, 0,07 bzw. 2,59); die Wahrscheinlichkeit für Fettleibigkeit im Erwachsenenalter war ebenfalls erhöht.

“Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Förderung gesunder Bewältigungsstrategien zur Stressbewältigung in einem frühen Stadium des Lebens (z. B. in der Adoleszenz) die Prävention von kardiometabolischen Erkrankungen erleichtern kann”, schreiben die Autoren.

© Psylex.de – Quellenangabe: https://doi.org/10.1161/JAHA.123.030741 – Journal of the American Heart Association. 2024;0:e030741

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