Ist Ihr Kind ein wählerischer Esser? Psychologen geben Tipps

Picky Eating bei Kindern: Eine Übersichtsarbeit zur Untersuchung der intrinsischen und extrinsischen Merkmale und Faktoren

22.09.2021 Ganz gleich, ob es sich um einen ausschließlichen Appetit auf „weiße“ Lebensmittel oder eine völlige Verweigerung von Gemüse handelt – wenn man einen wählerischen Esser hat, kann die Essenszeit mehr als eine Herausforderung sein, schreiben die Autoren einer neuen psychologischen Studie.

Während wählerisches Essen (picky eating oder fussy eating im Engl.) bei Kleinkindern in der Entwicklungsphase zur Normalität gehört, ist es in der Schulzeit für alle Beteiligten – Kinder und Eltern – eine große Belastung.

Faktoren, die wählerische Esser beeinflussen

Neue Forschungsergebnisse der University of South Australia und der University of Queensland ermöglichen nun ein besseres Verständnis der Faktoren, die wählerische Esser beeinflussen, und der Faktoren, die wählerisches Essen bei Kindern unter 10 Jahren eher verstärken oder verringern.

Bei der Auswertung von 80 Studien aus dem Gesundheitswesen wurde festgestellt, dass eine Reihe von Faktoren dazu beiträgt, dass ein Kind zu einem wählerischen Esser wird.

Die Studie ergab, dass es sich negativ auf wählerische Esser auswirkt, wenn ein Kind zum Essen gedrängt wird, wenn es für das Essen belohnt wird und wenn die Eltern sehr streng sind. Ein entspannter Erziehungsstil, gemeinsames Essen in der Familie und die Beteiligung des Kindes an der Zubereitung des Essens verringerten dagegen die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind wählerisch isst.

Die Wissenschaftlerin Laine Chilman sagt, dass die Studie Eltern und Betreuern helfen soll, wählerisches Essen bei Kindern besser zu verstehen.

Für Eltern, die einen wählerischen Esser haben, können die Mahlzeiten besonders stressig sein – das Familienessen und einen wählerischen Esser unter einen Hut zu bringen, ist keine Kleinigkeit, sagt Chilman.

Die besten Tipps der Psychologen für Eltern wählerischer Esser

  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Eine Familie, die gemeinsam isst, hat bessere Essgewohnheiten.
  • Planen Sie regelmäßige Essenszeiten ein: Regelmäßige Essenszeiten verringern das Stressniveau.
  • Beteiligen Sie die Kinder an der Essenszubereitung: Vertrautheit und ein Gefühl der Kontrolle können helfen.
  • Versuchen Sie, eine einheitliche Essenszeit zu haben: separate Mahlzeiten für die Kinder begünstigen wählerisches Essen
  • Schalten Sie den Fernseher aus: Konzentrieren Sie sich auf das Essen, nicht auf den Bildschirm.
  • Versuchen Sie, die Essenszeiten ruhig und stressfrei zu gestalten: Das ist für alle Beteiligten ein besseres Erlebnis.
  • Belohnungen, Bestechungen oder Bestrafungen für wählerische Esser abschaffen.

© Psylex.de – Quellenangabe: International Journal of Environmental Research and Public Health (2021). DOI: 10.3390/ijerph18179067

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