Migräne verbunden mit Verhaltens- und psychologischen Faktoren

Befunde auch bei Personen ohne psychiatrische Begleiterkrankungen und insbesondere bei Personen mit chronischer Migräne

Migräne verbunden mit Verhaltens- und psychologischen Faktoren

05.10.2022 Selbst bei Personen ohne psychiatrische Begleiterkrankungen können bestimmte verhaltensbezogene und psychologische Faktoren mit Migräne in Verbindung gebracht werden laut einer im Journal of Headache and Pain veröffentlichten Studie.

Dr. Francesca Pistoia von der Universität L’Aquila in Italien und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen psychologischen Faktoren und Migräne bei Personen ohne psychiatrische Komorbiditäten. Die Analyse umfasste 65 Frauen mit episodischer Migräne (EM), 65 mit chronischer Migräne (CM) und 65 gesunde Kontrollpersonen.

  • Die Forscher fanden heraus, dass CM-Patientinnen über eine schlechtere Gesamtschlafqualität, schwerere Schlafstörungen, einen höheren Verbrauch an Schlafmitteln, eine stärkere Dysfunktion am Tag und schwerere Schlaflosigkeitssymptome als die Kontrollpersonen berichteten.
  • Im Vergleich zu CM-Patienten wiesen EM-Patienten eine bessere Schlafqualität, weniger Schlafstörungen und einen geringeren Verbrauch von Schlafmitteln auf. Allerdings wiesen EM-Patienten im Vergleich zu den Kontrollpersonen schwerwiegendere Störungen der Tagesfunktionen und Schlaflosigkeitssymptome auf.
  • CM-Patienten wiesen eine größere Eigenschaftsangst und ein höheres Maß an allgemeiner Angstsensibilität auf als die Kontrollgruppe.
  • CM-Patienten zeigten eine höhere Tendenz zur Schmerzkatastrophisierung, ein stärkeres Gefühl der Hilflosigkeit und ein ausgeprägteres ruminatives Denken (Grübeln) als EM-Patienten und gesunde Kontrollpersonen, während die EM-Teilnehmerinnen in diesen drei Dimensionen höhere Werte aufwiesen als die Kontrollpersonen.
  • Die drei Gruppen zeigten ähnliche Entscheidungsfindungsstile, Intoleranz gegenüber Ungewissheit, Strategien zur Bewältigung von Ungewissheit und Schweregrad der Depression.

“Die korrekte Identifizierung dieser Faktoren ist wichtig, um die Behandlung von Migräne durch nicht-pharmakologische Strategien zu verbessern”, schreiben die Autoren.

© Psylex.de – Quellenangabe: J Headache Pain 23, 110 (2022). https://doi.org/10.1186/s10194-022-01485-x

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