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Mütterliche Depression und das fötale Wachstum

Höhere Werte für depressive Symptome bei Müttern verbunden mit langsamerem Wachstum in der kritischen Phase des schnellen Wachstums vor der Geburt

Mütterliche Depression und das fötale Wachstum

04.12.2023 Das fötale Wachstum in der kritischen schnellen Wachstumsphase (critical rapid growth stage, CRGS) vor der Geburt, etwa zwischen der 30. und 37. Schwangerschaftswoche, hat erhebliche Auswirkungen auf das spätere Übergewicht, die Fettleibigkeit und die arterielle Gesundheit. Bisherige Untersuchungen haben den Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen der Mutter und der fetalen Wachstumsentwicklung von der Früh- bis zur Spätschwangerschaft aufgezeigt, jedoch ist der Zusammenhang zwischen diesen Symptomen und der längsschnittlichen fötalen Wachstumsveränderung innerhalb der CRGS noch nicht ausreichend geklärt.

Mütterliche depressive Symptome sind mit einer langsameren Wachstumsrate des Fötus in der kritischen schnellen Wachstumsphase vor der Entbindung verbunden laut einer in JAMA Network Open veröffentlichten Studie.

Dr. Lu Zhang von der Universität Sichuan in Chengdu, China, und Kollegen führten eine prospektive multizentrische Geburtskohortenstudie durch, um den Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen der Mutter und dem Wachstum des Fötus während der kritischen Wachstumsphase vor der Entbindung zu untersuchen. Insgesamt wurden 2.676 Mutter-Kind-Dyaden einbezogen.

Die Forscher beobachteten einen signifikanten Zusammenhang zwischen einem höheren Wert depressiver Symptome bei den Müttern und einer langsameren Wachstumsrate des Fötus in Bezug auf die Femurlänge, den Bauchumfang und das geschätzte fötale Gewicht (β = -0,40, -1,97 bzw. -50,11) nach Anpassung für Störfaktoren. Bei weiblichen Föten oder solchen unter besseren sozioökonomischen Bedingungen in der Familie waren diese Zusammenhänge stärker ausgeprägt.

“Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung von depressiven Symptomen bei Müttern während der Schwangerschaft, insbesondere bei Frauen mit höherem sozioökonomischen Status oder weiblichen Föten”, schreiben die Autoren.

© Psylex.de – Quellenangabe: JAMA Netw Open. 2023;6(12):e2346018. doi:10.1001/jamanetworkopen.2023.46018

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