Drei Burnout-Typen und die Bewältigungsstrategien

Drei Burnout-Typen und die Bewältigungsstrategien

Psychische Probleme – Stress

08.03.2014 Unter einem ‚ausgebrannten‘ Angestellten stellen wir uns normalerweise jemanden vor, der einen Job lange Zeit gemacht hat, emotional erschöpft ist, geringe Motivation und wenig Energie aufbringt; es gibt jedoch tatsächlich mehrere Varianten des Burnouts.

Erste Zeichen und Symptome

Drei Burnout-Typen und die Bewältigungsstrategien

Die ersten Anzeichen sind oftmals Erschöpfung, Zynismus, Reizbarkeit und ein Absinken der Produktivität.

Das Maslach Burnout Inventory (MBI), ein Burnout einschätzendes Meßinstrument, gliedert das Problem in drei Komponenten:

  • Emotionale Erschöpfung: Man ist müde und erschöpft bei der Arbeit (kann zu Arbeitsfehlzeiten führen).
  • Depersonalisation: Man fängt an gefühllos / gleichgültig zu werden; sogar Feindseligkeit gegenüber Kunden oder Kollegen entsteht).
  • Absinken der persönlichen Leistung: Gefühle tauchen auf, dass die eigene Arbeit wertlos ist, was zu einem Mangel an Motivation und zu schlechter Leistung führen kann.

Drei Subtypen und die Copingstrategien

In einer neuen Studie untersuchten spanische Forscher die drei Subtypen des Burnout-Syndroms und die entsprechenden Copingstrategien.

Die drei Arten von Burnout sind:

  1. „Hektischer oder überforderter“ Burnout-Typus: Dies ist die oben beschriebene stereotype Version, definiert durch Angestellte, die sich immer zuviel Arbeit aufladen.
    Die Bewältigungsstrategie ist emotionales „Luftablassen“. Diese Leute beschweren sich über die Organisationshierarchie, ineffiziente Prozesse usw., und dass diese das Erreichen ihrer Ziele und Ambitionen erschweren. Diese Copingstrategie kann zu beruflicher Überlastung durch den Stress und zur Tendenz führen, das Handtuch zu werfen.
  2. „Unterforderter oder gelangweilter“ Burnout-Typ: Der ständig frustrierte Mitarbeiter, der sich fühlt als ob er gegen Wände rennt. Er empfindet oft oder ständig Langeweile und vermisst die persönliche Entwicklung.
    Seine Bewältigungsstrategie ist Vermeidung. Dieser Mitarbeiter versucht dem Stress zu begegnen, indem er sich von der Arbeit distanziert, was zu Depersonalisation und Zynismus führen kann.
  3. „Abgekämpfter“ Burnout-Typus: Dieser Angestellte ist ein Träumer. Er möchte wirklich ein bestimmtes Ziel erreichen, aber bringt einfach nicht die benötigte Motivation auf, um die Hindernisse zu überwinden.
    Seine Bewältigungsstrategie ist Aufgeben.

Die Studie fand heraus, dass etwa 15% der Angestellten in die Kategorie ‚Hektischer Burnout-Typ‘, 9% in die Variante ‚unterfordert‘ und 21% unter ‚abgekämpft‘ einzuordnen sind.

Potentielle Behandlungen, um diese ineffektiven Burnout-Copingstrategien zu überwinden, könnten laut den Forschern: Emotionsregulation, Training der kognitiven Flexibilität und Achtsamkeit sein.

Die Studie befragte 429 Universitätsangestellte verschiedener Fachbereiche.

Quelle: University of Zaragoza, Spain; The Association for Psychological Science, März 2014

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