Angst vor der Autobahn – Erfahrungen

Angst/Phobie vor der Autobahn

Angst-Psychologie – Angst

Erfahrungen / Erfahrungsberichte zur Angst vor der Autobahn, die oftmals auch die Angst davor ist, dort in einen Stau zu geraten.

Alleine auf die Autobahn

16.03.2018 Kommentar von rurm:

Ich bin immer sehr gerne Auto gefahren, habe vor 14 Jahren sogar LKW-Fahrstunden genommen, aber auch da war es so, dass ich nur mit dem Fahrlehrer an der Seite die Autobahn gepackt habe, alleine traue ich mir das nicht mehr zu.

Auch jetzt fahre ich noch gerne mit meinem Auto, aber am liebsten Straßen die mir vertraut sind.

Ich bin früher auch von lange Strecken (manchmal von Hamburg nach München) und wieder zurück gefahren, da ging es halt noch. Jetzt muss ich mir nicht mehr beweisen, dass ich das wieder schaffen kann.

Und mit Medikamenten fahren ist für mich ein no-go.

20.03.2018 Kommentar von Sami:

Also, es gibt unzählige Phobiker und Angstgestörte (definitiv die Mehrheit), welche ihr Leben – auf Dauer – nur noch mit Psycho-Medikamenten bewältigen können !

Was das Fahren unter Psycho-Medikamenten betrifft, kann ich schreiben, dass es mehr Berufskraftfahrer gibt, welche unter Medikamenten fahren, als ohne.

Und wenn ihr einen Psychiater fragt wie viele Menschen – im Allgemeinen – auf den Autobahnen mit Psycho-Medikamenten unterwegs sind, wird der in etwa folgendes sagen: „Das möchten Sie nicht wirklich wissen !“

22.03.2018 Kommentar von Lars:

Also die Psycho-Medis schrenken schon voll ein,ich empfand es als eine Art Tunnelblick und man kann Breiten und Abstände auf der Autobahn schlechter einschätzen,mal ganz zu schweigen von der Reaktionszeit einer Schlafttablette.

27.03.2018 Kommentar von Tom:

Hmmm, ich nehme jeden Tag Psychopharmaka wegen Angst und Depressionen und fahre je Richtung eine Stunde zur Arbeit, also ich merke keine Einschränkungen.

11.08.2018 Erfahrung von urmeli:

Ich konnte überhaupt nicht Auto fahren mit Psychopharmaka und schon garnicht Autobahn. In der Stadt würde ich seelenruhig auf eine rote Ampel schauen und wäre weiter gefahren. Zur Zeit nehme ich nur abends Opipramol und tagsüber ein Medikament gegen meine Muskelschwäche. Auch dieses merke ich wenn ich mit dem Auto unterwegs bin! Ich kann die Einnahme aber zeitlich so legen, dass ich es erst immer nach dem fahren nehme.

Dass sehr viele Menschen mit Psychopharmaka hinterm Steuer sitzen, das ist mir schon klar, aber ich finde es einfach unverantwortlich. Man fährt ja auch nicht wenn man vorher getrunken hat, oder?

02.11.2018 Erfahrung von vox:

Seltsam, auf der Autobahn fühle ich mich deutlich wohler als auf einer Landstraße. Da kommt mir nämlich keiner mit 100 Sachen entgegen.

14.07.2019 Erfahrung von trol:

Genau die von dir beschriebenen Gedanken und Gefühle hatte ich auch immer.
Allerdings stimme ich mit deiner Beschreibung der Reihenfolge, bzw. Ursache / Auslöser und Konsequenz nicht ganz über ein.
Im Vordergrund steht die Angst. Wenn diese sich soweit aufbaut, dass du Panik bekommst, ist die Hyperventilation vorprogrammiert. Dadurch dass nicht genug Sauerstoff ins Blut kommt, beginnt das Kribbeln und natürlich potenziert sich dadurch die Angst.

Die Angst zu ersticken, ist also nicht vordergründig, sondern wird erst durch die Panikattacke ausgelöst und ist Bestandteil dieser und völlig normal. Meine größte Angst auf der Autobahn war es auch, aufgrund einer PA ohnmächtig zu werden und dadurch vor allem auch andere zu gefährden. Mittlerweile weiß ich aber, dass man während einer Panikattacke nicht ohnmächtig werden kann. Im Gegenteil, ist man voll auf das gerade Wichtige fokussiert. Daher auch der häufig wahrgenommene Tunnelblick.

Wenn die angstauslösende Situation vorbei ist, die Panik weg geht und du „in Sicherheit“ bist, sprich zum Beispiel auf eine Raststätte gefahren bist und dort dein Auto abgestellt hast, dann kann es durchaus sein, dass du vor Erschöpfung ein kleines, unfreiwilliges Nickerchen einlegst. Nicht aber in der Panik selbst!

Mach dir also bewusst, dass dir während einer Panikattacke nichts passieren kann. Es ist NUR ANGST! Und eben dies solltest du dir beim Auftreten der ersten Symptome auch immer wieder aufsagen. Es ist NUR ANGST, ein alter Bekannter, der dich gerade wieder besucht, nichts Schlimmes!

Der hier gegebene Ratschlag, immer erst einmal kürzere Strecken zu probieren, ist leider nicht zielführend. Löse dich gedanklich auch von der rettenden Ausfahrt oder dem nächsten Parkplatz!
Die brauchst du alle nicht!
Fahr los. Wenn die Panik kommt, ist das zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Begrüße die Angst mit freundlichen Worten und lade sie ein, ein Stück mit dir zu fahren. Hab keine Angst vor der Angst, dann nimmst du ihr die Luft zum atmen.

Angst vor Aggressionen auf der Autobahn

24.06.2018 Kommentar von loriculus:

Seit 46 Jahren fahre ich jeden Tag Auto und genauso lange habe ich Angst, Autobahn zu fahren. All die Jahre habe ich es immer wieder versucht, mal bin ich täglich Kurzstrecken gefahren, mal stundenlange Autobahnstrecken, um die Angst abzubauen. Die Angst bleibt, allerdings ohne Hysterie, und inzwischen habe ich sie akzeptiert.
Allerdings bezieht sich meine Angst nicht auf die Autobahn an sich, sondern auf die Agressionen, die dort unsinnigerweise beim Fahren ausgelebt werden. Dem möchte ich mich nicht mehr aussetzen, es ist mir zuviel Stress.



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