Schulleistungen, Schulnoten, Zensuren

Schulleistungen, Schulnoten, Zensuren
(Psychologie, Psyche)

Entwicklungspsychologie – Schulpsychologie

Forschung/News zur Psychologie der Schulperformance.

Regelmäßiges gutes Frühstück: Bessere Schulnoten

31.12.2015 Laut einer in der Zeitschrift Public Health Nutrition veröffentlichten Studie erreichten Schüler in Großbritanien, die regelmäßig ein qualitativ gesünderes Frühstück aßen eher bessere Zensuren als Kinder, die kein Frühstück bekamen oder qualitativ schlechter aßen.

Die Forscher der Cardiff University analysierten die Daten von 5.000 Schülern im Alter zwischen 9 und 11 Jahren. 6-18 Monate nach der Erfassung des morgendlichen Essverhaltens wurden diese Daten mit den Ergebnissen einer Bewertung durch die Lehrer verglichen (Key Stage 2 Teacher Assessments).

Während das Frühstück immer wieder mit einem verbesserten Allgemeinwohlbefinden, sowie höherer Konzentration und kognitiver Funktion verbunden worden ist, gab es bislang noch keine Belege für konkrete schulische Verbesserungen, sagte Studienautorin Hannah Littlecott.

Die Studie ergab, dass die Wahrscheinlichkeit für eine überdurchschnittliche schulische Leistung bis zu doppelt so hoch für Schüler war, die morgens (qualitativ hochwertiger) frühstückten, im Vergleich zu jenen, die nicht frühstückten.

Das Essen ungesunder Produkte wie Süßigkeiten und ähnlicher Dinge zum Frühstück (worüber ein Fünftel der Kinder berichteten) hatte keinen positiven Einfluss auf die erreichte Schulleistung.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Cardiff Universität, Public Health Nutrition; Dez. 2015

Kinder von älteren Väter sind in der Schule so gut wie andere Kinder

Kinder älterer Väter

Männer, die erst später im Leben Vater werden, setzen ihre Kinder nicht einem Risiko für schulische / akademische Probleme aus, sagt eine neue Studie.

Forscher in Schweden fanden heraus, dass Kinder von Vätern in den 50ern in Lehranstalten nicht schlechter abschnitten als Kinder mit Vätern in den 30ern. Die Befunde, bemerkten sie, fordern vorherige Studien heraus, die suggerierten, dass das ältere Alter eines Vaters eine negative Wirkung auf den IQ seiner Kinder haben kann.

In der Studie, online in PLoS ONE herausgegeben, sammelten die Forscher Daten über die Schulleistung von mehr als 135.000 Kinder in Stockholm. Die Forscher überdachten auch, wie soziale Vorteile von älteren Eltern erzogen zu werden, sich dabei auswirken würden, wie diese Kinder in der Schule performen.

„Zur Freude der Väter, die entscheiden sich Zeit zu lassen, bevor sie Kinder bekamen, sagen unsere Ergebnisse, dass Kinder von älteren Vätern nicht schlechter in Schulen abschneiden“, sagte die Studienautorin Anna Svensson vom Karolinska Institute’s Department of Public Health Sciences in einer Pressemitteilung.

„Als wir die Kinder im letzten Schuljahr untersuchten, konnten wir keinen Unterschied zwischen Kindern von Vätern in den 50ern und Kindern von Vätern in den 30ern sehen.“

Die Kinder von Vätern, die jünger als 30 schnitten leicht schlechter in der Schule ab, als Kinder von anderen Männern. Dies konnte durch Unterschiede im Bildungshintergrund der Eltern erklärt werden, sagten die Forscher.
Quelle: PLoS ONE, Okt. 2011

Schlechtes Verhalten = schlechte Schulnoten?

Psychische Probleme – Schulprobleme

Schlechtes Benehmen bedeutet nicht automatisch schlechte Zensuren

Eine provozierende neue Studie fordert die verbreitete Überzeugung heraus, dass Studenten/Schüler mit schlechtem Verhalten unveränderlich schwache Noten haben werden.

Die Studie ist im Journal of Positive Behavior Interventions herausgegeben worden.

Forscher von der Universität von North Carolina beobachteten 350 Studenten an sieben Risikoschulen über fünf Jahre und entdeckten, dass Bildung sowohl Verhaltensausbildung als auch die schulische einschließt.

In der Studie beurteilten die Wissenschaftler sowohl die Wahrnehmungen der Lehrer des Schülerverhaltens und der schulischen Leistung als auch die tatsächliche Leistung.

Überraschenderweise stellten sie fest, dass Lehrer wahrscheinlicher berichten, dass wohlerzogene Schüler bessere schulische Leistungen erbrachten, und sie erwarteten auch mehr von ihnen, selbst wenn einige dieser Schüler Probleme mit den Schularbeiten und entsprechende Zensuren bekämen.

Zur gleichen Zeit wurden Schüler, die sich in der Schule daneben benahmen, so betrachtet, als ob sie mehr Schwierigkeiten mit dem Lehrstoff hätten, obwohl dies nicht immer der Fall war.

„Kindern ist nicht gedient, wenn Lehrer glauben, dass dass Lehren von Verhalten andere Fähigkeiten erfordert, als den Lehrstoff zu lehren“, sagte Hauptautor Bob Algozzine, Ph.D., „oder dass das Lehren des Stoffes auf magische Weise das Verhalten verbessert“.

Die Forscher schlossen, dass es wichtig ist, sich nicht einzig darauf zu konzentrieren, schulische oder Verhaltensprobleme bei Risikoschülern zu verbessern, sondern es gleichermaßen wichtig ist, schulische und Verhaltensfähigkeiten bei diesen Kinder zu fördern.
Quelle: Journal of Positive Behavior Interventions, April 2011

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