Risikobereitschaft, Risikoverhalten (Gehirn)

Risikoverhalten verknüpft mit Gehirnstruktur

Risikoverhalten eher mit Alterung des Gehirns als mit chronologischem Alter verknüpft

19.12.2016 Eine in Nature Communications veröffentlichte Studie der Universität Sydney zeigt, dass die im Alter oft abnehmende Risikofreudigkeit mit einer Zunahme der neuronalen Dichte einhergeht.

Studienautorin Dr. Agnieszka Tymula und ihre Koautoren von der New York University, der Yale University, dem University College London und des Trinity College zeigen in ihrer Forschungsarbeit, dass die Risikoaversion besser durch Veränderungen im Volumen der grauen Substanz im Gehirn (im rechten posterioren parietalen Cortex) erklärt werden kann als durch das Alter selbst.

Menschen zeigen tendentiell eine geringere Risikofreudigkeit, wenn sie älter werden, sagte Dr Tymula. Aber nicht alle mit der gleichen Geschwindigkeit. Die Forschungsbefunde legen nahe, dass das Tempo, mit dem das Gehirn seine Struktur verändert, einen größeren Einfluss auf unsere Risikobereitschaft hat als das chronologische Altern.

In einem Experiment testeten die Wissenschaftler das Risikoverhalten von 50 Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 88, wobei die älteren Teilnehmer die sichereren Alternativen wählten. Auch wurden Gehirnscans der Teilnehmer gemacht.

Nach der Analyse der Daten stellte sich überraschenderweise heraus, dass das Risikoverhalten am besten durch die neuronale Dichte - der Dicke der grauen Substanz - im rechten posterioren parietalen Cortex vorausgesagt werden konnte, und weniger durch das Alter.

D.h. es hängt eher von der Alterung des Gehirns ab - als vom chronologischem Alter - wie risikofreudig wir sind.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: Universität Sydney, Nature Communications - DOI: 10.1038/ncomms13822; Dez. 2016

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