Nahrungsergänzungsmittel für die Psyche

Nahrungsergänzungsmittel für die Psyche

Gesundheitspsychologie

News und Forschungsartikel, die sich mit den Auswirkungen von Nahrungsergänzungsmittel auf die Psyche beschäftigen.

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln bei der Behandlung von psychischen Störungen

15.09.2019 Eine neue Studie über psychische Gesundheit und Nahrungsergänzungsmittel zeigt, welche Nährstoffe nachweislich der Psyche gut tun bzw. bei der Behandlung einer Reihe von psychischen Störungen helfen.

Neben einer etablierten Beziehung zwischen schlechter Ernährung und psychischen Erkrankungen gibt es inzwischen eine Vielzahl von Forschungsarbeiten, die den Nutzen der Nahrungsmittelergänzung bei Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen untersuchten.

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Bild: Ben Kerckx

Joseph Firth (NICM Health Research Institute, Western Sydney University) und Kollegen untersuchten 33 Meta-Analysen von randomisierten Kontrollstudien und Daten von 10.951 Menschen mit psychischen Störungen einschließlich Depression, Stress- und Angststörungen, bipolaren Störungen, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie und Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätsstörungen (ADHS).

Obwohl die Mehrheit der untersuchten Nahrungsergänzungsmittel die psychische Gesundheit nicht signifikant verbesserte, fanden die Forscher starke Hinweise darauf, dass bestimmte Nahrungsergänzungsmittel eine wirksame zusätzliche Behandlung für einige psychische Gesundeheitsprobleme sind, die die konventionelle Behandlung unterstützt.

Keine Sicherheitsbedenken hinsichtlich Nebenwirkungen / Gegenanzeigen

Alle Nahrungsergänzungsmittel erwiesen sich als sicher, wenn die empfohlenen Dosierungen und Verschreibungsanweisungen eingehalten wurden und es gab keine Hinweise auf schwerwiegende Nebenwirkungen oder Kontraindikationen bei psychiatrischen Medikamenten.

Zusammenfassung der Ergebnisse:

Wirksamkeit / Nutzen

  • Die stärksten Hinweise gab es für Omega-3-Ergänzungen (eine mehrfach ungesättigte Fettsäure) als Zusatzbehandlung bei klinischer Depression – sie linderte Symptome der Depression, die über die Wirkung von Antidepressiva allein hinausgingen.
  • Es gab einige Belege dafür, dass Omega-3-Ergänzungen auch einen kleinen Nutzen bei ADHS haben könnte.
  • Es gab Belege für die Aminosäure N-Acetylcystein als nützliche Begleittherapie bei Stimmungsstörungen und Schizophrenie.
  • Spezielle Arten von Folatergänzungen könnten als Zusatzbehandlungen bei schweren Depressionen und Schizophrenie wirksam sein, jedoch war Folsäure wirkungslos.
  • Es gab keine eindeutigen Hinweise auf Omega-3-Fettsäuren bei Schizophrenie oder anderen psychischen Erkrankungen.
  • Es fehlt derzeit jedoch an überzeugenden Belegen für den Einsatz von Vitaminen (wie E, C oder D) und Mineralien (Zink und Magnesium) bei psychischen Störungen.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: World Psychiatry – DOI: 10.1002/wps.20672

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