Gesundheitsverhalten (Psychologie)

Gesundheitsverhalten (Psychologie)

Gesundheitspsychologie

Genetisches Krankheitsrisiko u. gesundheitliche Verhaltensänderungen

21.03.2016 Das Wissen um das eigene genetische Krankheitsrisiko zieht wenig oder keine gesundheitlichen Verhaltensänderungen nach sich.

beratung

Die Befunde unterstützen nicht das Testen auf genetische Erkrankungsrisiken, um Veränderungen beim Gesundheitsverhalten (wie Einstellen des Rauchens oder mehr Sport treiben) zu fördern laut einer in der Zeitschrift The BMJ herausgegebenen Studie der Universität Cambridge.

Herzerkrankungen, Krebs und Alzheimer-Krankheit

Die Forscher analysierten die Ergebnisse von 18 Studien zu den Auswirkungen der kommunizierten genetischen Risikoeinschätzungen bezüglich Herzerkrankungen, Krebs und Alzheimer-Krankheit auf Verhaltensänderungen, um diese Gefahren zu reduzieren.

Solche Verhaltensweisen wären z.B.

Andere analysierte Befunde waren die Motivation, um das Verhalten zu ändern, und das Ausmaß von Depression und Angst.

Keine signifikanten Auswirkungen

Die Ergebnisse zeigten keine signifikanten Auswirkungen der kommunizierten DNS-basierten Risikoeinschätzungen auf Einstellung des Rauchens, Ernährungsumstellung oder körperliche Bewegung.

Es gab auch keine Effekte auf irgendein anderes Gesundheitsverhalten (Alkoholkonsum, Medikamentengebrauch, gesünderes Sonnenschutz-Verhalten, Vorsorgeuntersuchungen oder Programme, die Gesundheitsverhalten förderten).

Es gab auch keine Effekte auf die Motivation, das eigene Verhalten zu ändern, und es gab auch keine unerwünschte Auswirkungen, wie Depression und Angst, sagte Studienautorin Professorin Theresa Marteau.

Weitere Analysen ergaben keine klaren Hinweise darauf, ob die Mitteilung risikobehafteter Genotypen das Verhalten mehr beeinflusste als die des Fehlen eines solchen Genotyps.

Die Forscher weisen darauf hin, dass die Studien teilweise eine hohe oder unklare Gefahr für Verzerrungen hatten, und die Belege eher niedrigerer Qualität waren.

Dennoch belegen die Befunde die Tendenz, dass das Wissen um – auf DNS-basierten – Krankheitsrisiko-Einschätzungen wenig oder keine Wirkung auf das risikoreduzierende Gesundheitsverhalten und die Motivation, sich zukünftig gesünder zu verhalten, hat. Weitere Studien müssen nun die Zusammenhänge klären.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Universität Cambridge, The BMJ; März 2016

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