Psychoanalyse Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Psychoanalyse Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Psychotherapieformen – Behandlungsmethoden

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zum Thema Psychoanalyse

Erfahrungsberichte, Fragen und Meinungen zur Therapieform Psychoanalyse auf PSYLEX.de:

Analyse oder Verhaltenstherapie bei Angst und Panikattacken

10.03.2018 Kommentar von bleu:

Hallo :),

hab ne Frage zur Wahl der richtigen Therapieform. Habe von zwei Therapeuten ans Herz gelegt bekommen, eine Analyse zu machen und keine Verhaltenstherapie. Vom Grunde her interessiert mich eine Psychoanalyse sehr, weil ich gern an die Wurzeln kommen möchte, auf der anderen Seite brauche ich aber auch Unterstützung bei der Bewältigung der Angst und Panikattacken.

Mag von Euch jemand von seinen Erfahrungen mit Analyse bzw. VT berichten? Mir ist schon klar, dass ich meine Entscheidung selbst treffen muss, schließlich ist ja jeder Mensch auch anders, aber ich würd mich trotzdem über ein paar Infos freuen.

Danke schon mal und einen schönen Tag 🙂
lg bleu

15.03.2018 Kommentar von Jules:

ich denke es kommt darauf an wie es dir im moment geht. ich halte eine Verhaltenstherapie für sehr sinnvoll, wenn du akute beschwerden hast die sich immer verschlechtern und du dadurch immer mehr meidest. in der VT geht es darum, die hintergründe einer pa zu lernen und bewältigungsstrategien zu schaffen.

ich mache im moment eine tiefenfundierte psychoanalyse.

da geht es viel mehr darum, den ängsten auf den grund zu gehen. ich habe aber einen super therapeut, der auch viel mit VT mischt.
hauptsächlich geht es aber um meine kindheit, dort wo bei mir die wurzel meiner ängste liegen.

meine persönliche meinung:
die therapie machen, wo du mit dem therapeut am besten klar kommst.
ich war bei 5 probegepräche. 2 davon haben mir sofort gesagt, das ich mich in eine psychiatrie einliefern lassen soll (kein witz). 1 wollte mich nicht, und 2 waren dann bereit dazu. ich habe mich dann für die tiefenfundierte psychoanalyse entschieden, weil der arzt mir wirklich vom ersten moment an helfen wollte.

heute ist wieder einiges möglich. ich schaffe, es jeden tag das haus zu verlassen, einkaufen zu gehen etc. das war vor ein paar monaten nicht mal ansatzweise möglich. und meine therapie läuft erst seit 3 monaten.

finde es anstrengend

05.10.2017 Kommentar von Lotta:

hallo!
macht jemand von euch zufällig auch eine psychoanalyse? ich hatte jetzt 2x verhaltenstherapie und jetzt eben das. 2x die woche momentan und ich finde es puh und weiß oft garnicht so recht worüber ich reden soll gucke ständig auf die uhr ob es nicht bald rum ist und bin ziemlich angespannt. die psychoanalytikerin meinte ich kann über alles reden was ich mag…naja das ist schön, aber manchmal mag ich garnix reden.
gut, ich gehe dort erst seit drei wochen hin, also kann man noch nicht viel sagen und ich will auch nochmal etwas wegen der depressionen und ängste unternehmen.
wollte halt einfach mal eure erfahrung dazu hören, wenn es welche gibt 🙂
habe jetzt 160 stunden genehmigt und bin fast vom stuhl gefallen. sooo lang!
liebe grüße!
lotta

24.11.2017 Kommentar von glamor:

ich machs zwar noch nicht, soll aber demnächst anfangen, und zwar hochfrequent, so 3-4 mal pro woche. das ist der rat meiner psychiaterin. derweil bin ich nach EINER stunde schon völlig fertig und plumps nurnoch zuhaus hin.. ich geb zu, ich grusel mich ein bisschen, auch von was ich so gelesen hab wie das abläuft. 1. denk ich mir ich komm mir sicher blöd vor da so zu liegen und 2. is ja genau das problem, dass ich von mir aus nicht gern red. aber wenn ich mal in fahrt bin is ma eine stunde eh fast zu wenig wieder^^ hm. aber naja, ich werd mal schauen 🙂

02.03.2018 Kommentar von mah:

Muss man da unbedingt liegen?

Das könnt ich nicht!

03.03.2018 Kommentar von black:

hi lotta,

mache nicht, aber habe gemacht vor 10 jahren. gleiche stundenzahl, auch 2 mal die woche mit verlängerung.
ja, das war sehr sehr anstrengend!

schwanke immer noch irgendwie, ob das nun unterm strich gut war oder nicht.

ich hatte aber im gegenzug nur noch die option, stationär in eine klinik für essgestörte zu gehen. (das war mir dann doch zu krass).

ich wünsche dir, dass du eine gute psychoanalytikerin erwischt hast.
es ist halt so, wenn man den deckel einmal aufmacht, dann ist es glaube sehr schwer, ihn einfach so wieder zuzuklappen. weißt wie?

alles gute

24.11.2018 Kommentar von anja:

hallo,

wie genau ist denn die „Psychoanalysestunde“ gestaltet?? ihr führt einen dialog? nur du erzählst? oder wie genau kann man sich das vorstellen?

ich war damals knapp 10 monate in einer therapieeinrichtung.. also stationär. das gestaltet sich anders als der gang zum psychologen. ich musste damals meine lebensgeschichte aufschreiben (also vom urschleim an.. positives, negatives.. lebensumstände.. alles halt) und ich habe wochen dafür gebraucht weil es mir unwahrscheinlich schwer fiel. erst beim schreiben hab ich gemerkt wie viele längst verdrängte situationen es gab die mir unglaublich weh taten. das besprechen fiel mir allerdings noch viel schwerer, wir haben in den 10 monaten so ziemlich alles durchgekaut was mir jemals passiert ist. durch dieses ständige reden, rollenspiele welche ich anfangs übel affig fand.. die allerdings einiges zutage fördern was man so gar nicht sieht und teilweise versteht man dadurch auch was wohl in anderen menschen vorgegangen sein muss mit denen man konflikte etc. hatte, habe ich einiges verarbeitet (nicht alles) und verstanden.

es entstand ein richtiges muster welches mich begreifen ließ nach was ich mich eigentlich sehnte und warum ich so handelte und krank machte. ich habe gelernt mich mehr zu hinterfragen und auf die signale meines körpers zu achten (in mancher hinsicht leider etwas zu sehr) und weiß jetzt wie ich besser reagieren kann. ich bin offener geworden.. habe gelernt zu vertrauen (aber weiß gott nicht jedem :nein: ) und meine probleme anzusprechen.

ich würde dir wirklich empfehlen die therapie ernst zu nehmen auch wenn es manchmal sehr weh tun wird. natürlich spielt es auch eine rolle wie du mit deinem psychoanalytiker klar kommst.. nicht jeder psychologe passt zu jedem menschen. leider hab ich nie wieder einen therapeuten gefunden mit dem ich klar kam.. war später noch in psychologischer behandlung hier vor ort, dann in einer psychosomatik, aber leider hat es nicht gepasst. vielleicht war ich auch einen höheren standart gewöhnt durch die 10 monate stationären aufenthalts, aber grade in situationen wo ich hilfe benötige finde ich es beängstigend hier vor ort niemanden zu haben der mir helfen kann.

26.11.2018 Kommentar von Lotta:

danke für eure anworten!

also erstmal, liegen mußte ich bis jetzt noch nicht und mag ich auch nicht. wenns irgendwie anders geht dann laß ich das auch.

es ist eher so, daß ich etwas erzähle und psychoanalytikerin dann ab und zu was dazu sagt, oder vermutungen einbringt warum etwas so sein könnte.
die rollenspiele gehören wohl eher zur verhaltenstherapie, jedenfalls kenne ich sie daher und mag sie garnicht.

die therapeutin scheint sehr nett zu sein und ich glaube, daß ich gut mit ihr klarkomme. sie meint ich hätte wohl auch ein problem mit beziehungen. ist mir zB trotz meiner vorherigen therapien garnicht bewußt gewesen, aber ich glaube das stimmt schon. deshalb meinte sie habe ich sicher vorher auch immer vor einer analyse zurück geschreckt, weil das ja doch eine enge bindung ist.

tja, nach wie vor graut mir davor diese therapie durchzuziehen, aber ich will mein bestes tun, denn sonst weiß ich grad auch nicht weiter.

glamor wann fängst du an mit der therapie? ich glaube nicht, daß man liegen MUSS.

29.11.2018 Kommentar von glamor:

ich glaub auch nicht, dass man bei der Psychoanalyse liegen MUSS, weil wenn ich nicht will werdens mich schon nicht schnappen und in die waagrechte befördern. soweit geht mein vertrauen schonmal, haha.

es is so, meine psychiaterin ist auch psycho-therapeutin und -analytikerin (bei ihr steht auch ne couch. liegen musst ich aber nicht *gg* sonst läufts aber so wie beschrieben: ich quatsch und sie wirft hin und wieder fragen ein. hauptsächlich: warum ist das so? die ärgert mich immer, weil.. bah!^^), und sie meint, ich solle so eine psychotherapie machen, so im sinne von so schnell wie möglich anfangen. nur kann ich das bei ihr nicht weil sie privat is und ich arme bettelstudentin, die sich das über einen längeren zeitraum nicht leisten kann. deshalb will sie mich zu einer einrichtung überweisen, wos kassenplätze gibt und wo „mittellose“ ein bissel bevorzugt behandelt werden. auf denen ihrer homepage steht aber, termine für ein erstgespräch kann man erst in 2 monaten wieder ausmachen weil sie jetzt das büro nicht immer besetzt haben. jetzt muss ich meine psychiaterin am mal fragen, wie ma da am besten tun, weil eigentlich will ich nicht jetzt 2 monate täglich lorazepam nehmen um halbwegs zu überleben und sie sagt auch es ist echt ensrt und ich brauch dringend hilfe. also vllt kennt sie sich ja aus und kann da was „drehen“, ich bin mir recht sicher dass sie mir hilft und mich nicht hängen lässt, hab aus irgendeinem grund vertrauen zu ihr obwohl ich erst 2mal dort war.. aber die guckt mir in die seele und weiß bescheid o.O

also ich sollte so bald wie möglich anfangen.

02.01.2019 Kommentar von Lyl:

Meine Erfahrung: Bei so einer Psychoanalyse muss man nicht unbedingt liegen. Bei meiner Psychotherapeutin von 5 Jahren konnte ich es mir aussuchen, ob ich liegen oder in der Couchecke im Sessel sitzen möchte. Habe mich für den Sessel entschieden, um mit ihr ein Gespräch zu führen und nicht nur meine Lebensgeschichte aufzuarbeiten.

10.02.2019 Kommentar von Lotta:

ich hab wieder analyse und ich weiß halt garnicht immer wovon ich reden soll… meist ergibt sich halt irgendwas bis jetzt, aber was mich so stark belastet momentan ist der schwindel, die dauermüdigkeit, der druck auf den augen, die verspannungen… der schwindel macht mir auch unheimlich angst. ich frag mich halt ob das bei den körperlichen symptomen dann mithilft die analyse zu machen.

14.02.2019 Kommentar von glamor:

ich hab keine ahnung *hm*

bin ja selber noch nicht so lang „dabei“ und vertrau da insoweit auf die therapeuten, dass ich sag ok, die werden mich schon in die richtige richtung lenken, was das erzählen angeht. momentan gehts mir so, dass ich auch immer vorher nicht weiß, worüber ich reden soll und dann sitz ich dort und quatsch und quatsch.. haha.. aber selbst wenn ich mir im vorhinein einen plan zurechtlege, red ich doch immer über was ganz andres, keine ahnung, so planlos in den raum hinein erstmal und dann halt auf ihre nachfragen antwortend.

und was die körperlichen symptome angeht, da kommt man vllt durchs reden drauf, in welchen situationen die auftreten, und man formuliert aktiv wie man sich dabei fühlt und was man dabei denkt.. vllt wirds dann ein bisschen „klarer“ und man kann mit der situation wenn sie auftritt besser umgehen.
ich weiß auch nicht. ganz schön kompliziert und schwierig, das ganze -.- aber können wir das schaffen?

lg, glamor, die morgen ebenfalls wieder eine session hat und dabei weiter therapieplan mit lauter möglichkeiten die ihr alle eine heidenangst einjagen austüfteln darf *uff*

18.02.2019 Kommentar von Lotta:

danke glammie das hat mir schon bisschen geholfen 🙂 werde also mich mal im planlos in den raum hineinreden üben ha ha 🙂 ich denke ich will mal wieder alles zu doll planen und nichts falsch machen usw.. liebe grüße und viel erfolg beim tüfteln!
Bin darauf angesprochen worden, ob ich mir die Psychoanalyse im liegen vorstellen könnte. Ich sagte erstmal, daß ich das nicht so gern möchte. Dann bin ich über die Vorteile aufgeklärt worden wie zB man ist entspannter, man muß sich bei gesprächspausen nicht blöd vorkommen, weil man ja nicht direkt jemanden gegenüber hat (definitiv ein Plus!), man kann besser auf seine Gefühle eingehen und muß nicht darauf achten, wie man sitzt.
Naja mal sehen. Erstmal gehts im sitzen weiter, aber ich werde das doch mal testen wie analyse im liegen ist.

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