Schizophrenie: Nichtinvasive Hirnstimulation gegen Negativsymptome

Nichtinvasive Stimulationsverfahren für den linken dorsolateralen präfrontalen Kortex führen zu einer Verringerung der Schwere negativer Symptome

Schizophrenie: Nichtinvasive Hirnstimulation gegen Negativsymptome

21.09.2022 Erregende nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) über den linken dorsolateralen präfrontalen Kortex wird mit einer Verbesserung des Schweregrads von Negativsymptomen bei Schizophrenie in Verbindung gebracht laut einer in JAMA Psychiatry veröffentlichten systematischen Überprüfung und Netzwerk-Metaanalyse.

Dr. Ping-Tao Tseng von der Asia University in Taichung, Taiwan, und Kollegen verglichen die Wirksamkeit und Akzeptanz verschiedener nicht-invasiver Hirnstimulationen zur Behandlung von Negativsymptomen bei Teilnehmern mit Schizophrenie. Es wurden Daten aus 48 randomisierten klinischen Studien (RCTs) mit 2.211 Teilnehmern einbezogen.

Die Forscher fanden heraus, dass erregende NIBS-Strategien über den linken dorsolateralen präfrontalen Kortex mit oder ohne andere hemmende Stimulationsprotokolle in den kontralateralen Hirnregionen mit einer signifikant stärkeren Verringerung der Negativsymptome im Vergleich zu Placebo-Interventionen verbunden waren (standardisierte mittlere Unterschiede:

  • -2,19 für die hochauflösende transkranielle Rauschstimulation;
  • -1,32 für die intermittierende Theta-Burst-Stimulation;
  • -1,28 für die anodale transkranielle Gleichstromstimulation;
  • -0,43 für die hochfrequente repetitive transkranielle Magnetstimulation [rTMS]; und
  • -0,45 für die extreme hochfrequente rTMS).

Es wurde kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen hinsichtlich der Akzeptanz festgestellt.

„Unsere Ergebnisse könnten als Ausgangspunkt für künftige groß angelegte kontrollierte Studien mit längerer Nachbeobachtungszeit und Scheinkontrolle dienen, um den Zusammenhang zwischen nicht-invasiver Hirnstimulation und negativen Symptomen bei Schizophrenie zu untersuchen“, schreiben die Autoren.

© Psylex.de – Quellenangabe: JAMA Psychiatry. 2022;79(8):770-779. doi:10.1001/jamapsychiatry.2022.1513

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