Nekrophobie, Necrophobie

Angststörungen-Phobien

Die Phobie Nekrophobie: Angst vor dem Tod

Die Nekrophobie / Necrophobie gehört zu den spezifischen Phobien und bezeichnet die pathologische Angst vor dem Tod oder vor Toten im Gegensatz zur Nekrophilie, der Liebe zum Tod / zu Toten. Bei dieser Angststörung meidet der Nekrophobiker die Nähe zum Tod (Sterbende etc.) und zu Toten (Friedhöfe, Begräbnisse etc.).

Nekrophobie kommt aus dem Altgriechischen: phobia=Furcht; necro-,nekro-= Tod, Toter.

Erfahrungen, Kommentare, Fragen

Erfahrungsbericht zur Nekrophobie

27.01.2017 Kommentar von Nightmare:

Hey, ich bin 18 Jahre alt und habe eine Nekrophobie, die sich in Kindesalter bei mir ausgeprägt hat. Ich war damals als Hauptauslöser bei der Beerdigung meiner groß groß mutter, oder so ähnlich. Die Familie von ihr hatte ein Foto von ihr gemacht als sie schon tot war und so noch in ihrem Krankenbett lag. Ich also als bestimmt grade mal 8 Jahre altes Mädchen war fasziniert von diesem bild, warum auch immer.

Bestimmt ein paar Monate nach diesem Vorfall hatte ich einen schlimmen Albtraum von ihr, wie meine Mutter ihren toten Körper in unserem Badezimmer wusch. Als ich in das Badezimmer ging hob meine mutter ihren Körper grade aus dem Wasser, ich hörte aber nur das plätschern weil ich mir im Traum die Augen zu hielt. Als ich sie dann öffnete sah ich wie meine groß groß mutter komplett trocken war und im Traum eine art jumpscare - ein plötzlicher Schreckmoment kam, in der sie ihre Augen aufschlug.Als ich direkt nach diesem Traum damals aufwachte lag ich stark weinend und zitternd in meinem bett, ich weinte aber nicht laut. Ich lief so hoch zu meinen Eltern und lag mich zu ihnen, lag aber noch stunden lang wach, sehr stark zitternd, als hätte ich eine art schock gehabt.

Dieser Grund, und noch ein paar andere an die ich mich noch erinnern kann waren Auslöser für meine jetzige Phobie. Das letzte mal, als ich aufgrund dessen einen weiteren angst Anfall nenn ich es mal hatte, war als ich mit meiner Ausbildungs klasse zu einem Anatomicum sollte- also ein Museum mit vielen Exponaten, echten Skeletten, Mumien und wie in Körperwelten eine in der Medialebene aufgeschnittenen schwangeren Frau, mit einem ungeborenem Kind im Bauch.

Ich dachte mir eigentlich, dass es doch sicher kein Problem darstellen sollte, wenn es mir zu viel werden sollte würde ich einfach erstmal raus gehen. Aber am Abend vor dem Ausflug dachte ich nochmal darüber nach und bekam eine plötzliche Panik Attacke mit Hyperventilation, zittern und starken weinen. Als ich zu meiner mutter ging nachdem ich mich selbst wieder fangen konnte, bekam ich auch wieder bei ihr eine kleinere Panick Attacke, redete nach dieser mit ihr über meine Phobie und woher sie doch kommen könnte.

ich finde mir selbst keinen Rat, ich umgehe selbst in meiner Ausbildung Plastik Skelette und weiß einfach nicht woher es wirklich kommen könnte. Das merkwürdige bei mir ist es aber noch, dass ich kein Problem damit habe schlimme Horrorfilme zu sehen mit Leichen drinnen die schlimm verrotten oder brutal zugerichtet werden, creepypasta- also schlimme Horrorgeschichten die dir vorgelesen werden, die du dir auf Youtube anhören kannst, Kleidung wie Metal band t-Shirts mit Leichen drauf sind ebenfalls kein Panik oder gar angst Faktor für mich,selbst meine Dozentin sagte schon, dass ich bestimmt irgendwas haben muss und der Meinung bin ich auch, könnte es sein, dass dieses verhalten eine art Schizophrenie ist, oder sowas in der art?

Ich habe ja nur angst vor dem Wirklichen, vor echten Leichen, vor echten Skeletten, der Gedanke, dass der tote, den ich dort sehe wirklich gelebt hat ist für mich ein unvorstellbarer Gedanke, vielleicht wisst ihr ja vielleicht auf meine merkwürdige Phobie eine Antwort.

Danke fürs lesen, liebe grüße Nightmare

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