Phagophobie / Angst vor dem Schlucken

Phagophobie / Schluckangst – AngststörungenPhobien

Die Angst vor dem Verschlucken und Ersticken

Die Phagophobie gehört zu den spezifischen Phobien und bezeichnet die pathologische Angst vor dem Schlucken … etwas zu schlucken, vor dem Verschlucken. Der Phagophobiker hat große Angst (Nahrung) zu sich zu nehmen … zu schlucken (und dann daran zu ersticken). Man könnte sagen, dass er an einer psychogenen Dysphagie (Störung des Schluckaktes mit Druckgefühl oder Schmerz hinter dem Brustbein oder im Oberbauch) leidet.

Das Wort Phagophobie kommt aus dem Griechischen: phag = Essen; phobos = Angst.

Erfahrungen, Erfahrungsberichte zur Phagophobie

Schluckangst – Angst vorm essen

11.10.2017 Kommentar von tulpentochter:

Bei mir wurde letztes Jahr im August MB also Schilddrüsen-Überfunktion festgestellt. Im September habe ich dann mit meiner Familie beim Mittag gesessen und Klopse gegessen. Dann plötzlich hatte ich ein komisches Gefühl im Hals und ich hab nicht mehr richtig Luft bekommen. Nach einigen Minuten husten und würgen und nem kleinem Klopfer aufm Rücken gings wieder. Allerdings hatte ich dann immer mehr Probleme normal zu essen, bis ich nur noch breiige Sachen und so gegessen habe.

Dann wurde mir die SD komplett enfernt.

Danach und davor hatte ich panische Angst ich könnte das nicht überleben, da ich nichts wirklich schlucken konnte konnte ich vor der OP noch nicht mal die Beruhigungstablette schlucken und hab alles mitbekommen, also die Vorbereitungen.

Nach der OP hatte ich Angst vor Nachblutungen im Hals oder das irgendwas passiert. Bei mir wurde danach festgestellt das meine Nebenschilddrüsen nicht mehr richtig arbeiten und dadurch hatte ich bösen Calciummangel.

Ich habe danach viel Griessbrei gegessen, weil einmal praktisch wegen der Milch und weil ich eh nicht festes essen konnte aus Angst das dran ersticke.

Dann wurde dann eine Laktoseintoleranz festgestellt und nachdem mein Arzt das mitbekommen hat das ich mich sehr einseitig ernähre habe ich erstmal Vitamine bekommen. Ich habe dann immer mehr versucht normal zu essen. Ich muss nur beim essen aufpassen, da ich seit meiner wenigen Essen Zeit ständig aufstossen muss.

Nun geht schon wieder fast nichts mehr. Ich hab bei fast jedem runterschlucken wieder das Gefühl ich ersticke und bekomm Panik oder ich kriege plötzlich richtig Schleim im Hals und hab wie ne Schluckblockade – also wohl ganz klassisch eine Phagophobie.

Geht diese Schluckangst denn nie weg, ich muss mich auch ständig räuspern.

Ich hab so ne Angst das das nicht mehr weggeht, ich muss doch essen und ich bin doch schon weit gekommen wieso gehts plötzlich nichts mehr. Ich will mich nicht mehr dauerhaft von breiigen oder sowas ernähren.

Heute gibt es Nudeln. Aber kurz bevor ich anfangen wollte wieder Panik, also hab ich sie mir jetzt klein gemacht.

Hat jemand einen Tip für mich oder wars das jetzt und ich werd ganz irre?

27.01.2018 Kommentar von smile:

Hallo tulpentochter,

ich kann dich sehr gut verstehen,weil ich seit 6J eine schluckphobie habe und vor fremden menschen nix mehr essen kann.Bei mir ist alles nach einer OP aufgetreten und organisch ist bei mir alles ok.Es kommt bei mir von der psyche und hat sich dermaßen in meinem hirn festgebrannt das ich auf arbeit nur alleine in eine raum essen kann und wenn ich unterwegs bin hungern muß. 🙁

Ich hatte mich auch mehrmals böse verschluckt und angst zu ersticken und damit ist die Phagophobie immer größer geworden.Bei mir sagten sie das der körper mir damit was sagen will.Ich soll nicht alles schlucken, also meine probleme lösen und nicht runterschlucken.Vielleicht bedrückt dich noch unbewußt was und hast deshalb diese probleme. Bei mir ist es so,das ich sogar einen schluckreflex vorher durchführen muß da ich sonst nix essen und trinken kann und es kann mir kein arzt sagen warum.Ich hoffe auch das es sich irgendwann mal wieder legen wird bei mir durch eine medikamenten-einnahme.

12.12.2018 Kommentar von Phagophobikerin:

Ich habe selbst Angst vorm Tabletten schlucken. Muss zur Zeit ja meine Hormone nehmen und Vitamin D3 und Calcium. Die Hormone morgens gehen noch, aber die Kapseln Vitamin D3 werden über den Tag immer schlimmer. Morgens die nehm ich meistens wenn mein mann noch da ist und die mittags muss ich alleine nehmen, allerdings nur 1 aber abends wenn ich die letzten beiden nehmen muss wird schon schwierig und die Schluckangst ist am größten. Hab manchmal das Gefühl das sich das übern Tag hinweg verschlimmert, auch mit der Luftnot.

Medis möchte ich dagegen nicht nehmen, bin sehr vorsichtig, da ich mal drogenabhängig war und daher von sowas absehe.

Aber bevor die Frage kommt ich trinke auch kein Alkohol und vor der OP hab ich es sogar geschafft mit rauchen aufzuhören und bisher auch durchgehalten. Auch wenn ich manchmal kurz davor bin wieder anzufangen, aber hab Angst das ich dann noch weniger Luft bekomme.

20.01.2019 Erfahrung von smile:

bist du in psycholohgischer behandlung?? Das wäre in deinen fall erstmal die beste lösung weil du ja auch keine medikamente nehmen möchtest. Ja mit tabletten hab ich auch so meine probleme.aber wenn ich migräne habe und eine große tablette nehmen muß,dann sag ich mir nimm sie,sie macht die schmerzen weg.Das mußt du dir versuchen immer wieder zu sagen.Mach ich auch mit dem essen so.Ich muß essen da ich sonst verhungere.Es ist einfach schwer damit umzugehen ich weiß es ja nur zu gut.Manchmal sag ich mir auch,na und wenn du jetzt erstickst dann haste es endlich hinter dir und komischerweise passiert da nie was. 😉
Deine gedanken spiele eine große rolle bei der sache.

11.02.2019 Erfahrung von Phagophobikerin:

Ja das habe ich schon bemerkt, aber manchmal kommt so ne Angstattacke so plötzlich oder wenn ich grad mal vergesse das ich Angst habe das essen runterzuschlucken was ich grad im Mund hatte dann kommt plötzlich wie ne Blockade. Hab dann auch das Gefühl ich bekomm weder Luft noch kann ich schlucken.

Ich geh bald zur Therapie wegen der Phagophobie.

Die Vitamin D3 muss ich nehmen da führt kein Weg dran vorbei.

Das was mir nur immer wieder Sorgen macht ist der ständige Schleim im Hals und das räuspern was ich dann immer mache um den raus zu bekommen.

Wie erklärt sich das eigentlich das die Symptome über den Tag heftiger werden? Also das Engegefühl, Atemnot, nicht richtig schlucken können etc. Hast du das auch?

14.02.2019 Erfahrung von smile:

Diesen schleim habe ich seitdem den schluckproblemen auch,was ich auch nicht verstehe wo es herkommt.Hab dadurch auch starke probleme beim zahnarzt,weil der stuhl ja meistens so weit nach hinten gefahren wird und ich dann nicht richtig schlucken kann.

Ja ich hab diese blockade wenn ich vor fremden menschen essen soll.Und wenn ich dann probier zu schlucken kommt diese panik. Ich verstehe das nicht,aber bei mir soll es wohl auch am mangelnden selbstbewußtsein liegen.Mein doc sagte,na und auch wenn sie sich verschlucken sollten und husten müssen,das ist menschlich und kann jeden passieren.Ich probier es immer wieder,leider ohne erfolg.

Mit den symptomen erklärt es sich so,weil du das in deinem kopf hast und dich wie ich zu extrem auf das schlucken konzentrierst.Versuche dich beim essen abzulenken.Ich lese dabei was oder gucke TV dabei und manchmal bin ich erstaunt wie schnell und gut ich so essen bzw. schlucken konnte.Habs manchmal auch so schlimm,dass ich nichtmal auf arbeit was trinken kann,was bei dem wetter natürlich absolut unschön ist.

18.03.2019 Erfahrung von Phagophobikerin:

Trinken is nich das Problem, das geht wunderbar, auch meine Stullen morgens und abends sind fast kein Problem mehr, aber Mittag essen und die Tabletten sind der Horror, zumal es teilweise wie so ein Rückstoss ist, also als wenn einer das zurückschieben will wenn ich schlucke,hab denn sofort ein Angstgefühl.

Hab ebend auch wieder meine Tabletten nehmen müssen und wie jeden Abend der Horror. Abends ist es auch so das ich denke das da der Schleim am meisten im Hals hängt. Der Schleim is ja noch nich mal Einbildung, wenn ich mich räuspern muss kommt der teilweise wie ein Klumpen rausgeschossen und ist mittlerweile richtig zäh.

Vor anderen essen kann ich auch nich, nur vor meinem Mann und meiner Tochter, dauert zwar ewig aber immerhin. Aber mein Mann weiß das und unterstützt mich auch soweit er kann.

Das mit dem ablenken beim essen hab ich auch schon probiert, auch wenn ich die Tabletten nehm muss stell ich mich immer hin: aber helfen tut das nichts leider. Ganz im Gegenteil sowie ich halt wie gesagt mal nich dran denke kommt das plötzlich richtig durch die Panik.

Ich hoffe ja das die Therapie mir bei meiner Schluckangst hilft. So langsam ist es echt ätzend.

Auch mit dem ewigen aufstossen. Vor allen Dingen wenn ich nicht aufstossen kann hab auch ein richtiges Engegefühl im Hals. Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit einer Phagophobie oder ähnlichem?

Angst vorm Schlucken/Ersticken

10.08.2019 Erfahrung von Name:

Hallo,

mir geht es seit kurzem gensuso. Ich habe Angst zu Schlucken, Angst vor dem Verschlucken. Mir bleibt das Essen im Hals stecken und der Schluckreflex bleibt aus. Es ist sogar so weit, dass der Schluckreflex auch ohne Essen und Trinken nicht funktioniert. Ich weiß nicht wie ich das in den Griff bekommen soll. Habe auch ständig einen trockenen Mund, obwohl ich viel trinke.
Über Erfahrungsberichte wie ihr damit umgeht oder gar gelöst habt, wäre ich dankbar.

Lg

Weitere Erfahrungsberichte zur Phagophobie

20.10.2019 Erfahrung von nicolina:

Ich selber habe zwei Jahre lang sehr schwer unter er Phagophobie gelitten, die mich 2011 eiskalt erwischte. Zum Glück bin ich heute davon befreit und ich möchte allen Phagophobikern Mut machen, dass diese Angststörung auch wieder verschwinden kann.

Meines Erachtens müsste mehr drauf geschaut und behandelt werden, was die Phobie den Betroffenen „sagen“ möchte, denn wenn wir uns mal die Symptome anschauen, dass man nichts mehr schlucken kann, dann heißt es übersetzt, dass die Seele randvoll ist, mit Altlasten, akuten Belastungen, etc. Sie kann wahrlich nichts mehr runterschlucken, das Maß ist voll.

Und wenn man sich den Hunger anschaut, den man ja eindeutig hat, wenn man nicht mehr essen kann, dann bedeutet es eigentlich: Wonach hungere ich wirklich, was macht mich nicht satt.

Phagophobiker haben das Vertrauen in sich und ihren Körper verloren und dieses gilt wiederzugewinnen.
Mental gefestigt werden, darum geht es.

Ich wünsche allen Erkrankten, dass sie ihre Angststörung überwinden werden und nicht den Glauben daran verlieren sollen

Psychisch bedingte Schluckbeschwerden

20.06.2020 Erfahrung von Mephisto:

Ich leide seit August 2018 unter Schluckbeschwerden. Ganz extrem wurde es November 2019. Da bin ich ins Krankenhaus gegangen, weil ich nichts mehr essen und trinken konnte. war von knapp 75kg auf 59,5 kg abgemagert. Ich wurde gründlich untersucht. Inkl. Magenspiegelung. Ausser eine harmlosen Gastritis nichts gefunden. Alles in Ordnung. Bei mir ist es psychisch bedingt. Ich nehme Nahrung in meinen Mund und während ich kaue mache ich mir Gedanken, ob die Nahrung ohne Probleme in den Magen gelangen wird. So halte ich die Nahrung viel zu lange im Mund. Genauso beim trinken. Das hatte ich lange Zeit nicht. Phasenweise kommt es, dass ich auch Schwierigkeiten beim Trinken habe. Ich schaue mir immer wieder die Arztbiefe, Befunde etc an. Körperlich alles in Ordnung. Die Psyche macht aber alles durcheinander. Was wirklich hilft ist : Ablenkung beim Essen. Man darf nicht darüber nachdenken. Im August hab ich endlich einen Termin beim Pychologen. Ich muss das definitiv behandeln lassen. Ich möchte wieder alles ungestört mit Genuss essen können. Zum Glück halte ich mein Gewicht von 75 KG seit 8 Monaten. Und laut meiner Logopädin habe ich auch keine typische Schluckstörung sondern einfach nur eine Störung im Kopf Alles wird gut.

Beiträge zu “Phagophobie / Angst vor dem Schlucken”

  1. Hallo Zusammen,

    ich bin ebenfalls betroffen, vermute, es hat mit einem Pseudokrupp-Anfall als Kleinkind zu tun, ich konnte noch nicht sprechen und muss wohl viel Angst ausgestanden haben (kam dann auch ins Krankenhaus). Als Kind habe ich mich dann auch schlimm verschluckt, aber richtig begonnen haben meine Schluckängste, als ich 21 war (bin heute 57). Wie von einigen hier beschrieben, konnte auch ich nicht mehr vor / mit anderen essen, was sehr schnell soziale Kontakte erschwerte. Keine gute Kombi. Letztendlich war auch Spuckeschlucken schwierig.

    So: ich schreibe heute hier, um allen Betroffenen ganz viel Mut zu machen! Ich kann (schon lange) wieder Essen und Trinken genießen und denke nicht mehr darüber nach. Auf Reisen oder beim Essen im Restaurant war es noch vor einiger Zeit schwierig bis sehr schwierig, da habe ich mir viel einfallen lassen, um es mir leichter zu machen (eher Suppen essen, auf Reisen Trinkmilch und ähnliches und vor allem ganz viel Druck rausnehmen, also die eigene „Schwäche“ akzeptieren).
    Ich will nicht verschweigen, dass ich anfangs viel investieren musste: ein 13wöchiger Aufenthalt in einem Krankenhaus für Essstörungen, bei dem ich für mich durchaus eine Kombi zwischen Angst und Essstörung (Magersucht) heraus fand, weitere, zum größten Teil ambulante Therapien. Mit Sicherheit ist auch der Satz „ich schlucke zuviel runter“ eine Ursache, also: auch mal nein sagen, für sich selber gut sorgen, sich erlauben, seinen Ärger zu adressieren.

    Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: bevor man alles alleine auf die psychosomatische Schiene schiebt, sollte nach Meinung meiner Ärztin vom Dysphagiezentrum eine körperliche Untersuchung erfolgen.

    Kleiner Wermutstropfen bei mir: das Thema „Tablettenschlucken“ ist noch ein Thema -das kann ich zurzeit nicht. Ein wenig ging es mit kleinen Tabletten in meinen richtig guten Zeiten, aber dann war da eine Sperre. Vor 6 Jahren habe ich bei einer Ärztin für Disphagie ein Konfrontationstraining gemacht und auch Erfolge erzielt, leider nicht anhaltend. Nun möchte ich es wieder angehen und stehe bei einer Logopädin auf der Warteliste. Parallel dazu versuche ich mit geteilten Vitamin D3-Tabletten, die sich schnell auflösen, und der empfohlenen Flaschenhalstechnik täglich, ein Gefühl der Normalität zu entwickeln. Mal sehen, wie es weiter geht. Ich will diese letzte Hürde jetzt auch noch nehmen!

    Von Berichten, die über EINZELFÄLLE berichten, bei denen Menschen zu Schaden kamen, würde ich persönlich Abstand nehmen. Wie schon Jemand schrieb, kennt man den genauen Hintergrund nicht, es kann ganz viele medizinische Gründe haben (wenn die Berichte überhaupt stimmen).

  2. Hallo,
    diesen Artikel habe ich auch gelesen und jetzt zum neuen Jahr wieder einen, dass eine Frau in Japan an einem Reiskuchen erstickt ist.
    sowas macht es bei mir auch immer schlimmer.
    ich bekomme aktuell Psychopharmaka dagegen, die helfen aber nicht wirklich. Habe auch eine Psychotherapie begonnen aber bis jetzt schläft nichts so richtig an… kann teilweise nicht Mal was trinken. Seit über einem Jahr habe ich das Problem schon
    hat irgendwer eine Lösung gefunden?

  3. Hallo zusammen,

    mit großem Interesse habe ich die Erfahrungsberichte gelesen und wünsche allen Betroffenen alles Gute.
    Ich bin ebenfalls von der Phagophobie betroffen und leide seit meiner Kindheit bis zum heutigen Tag (30 Jahre alt) an der panischen Angst mich beim Essen zu Verschlucken. In meiner Kindheit verschluckte ich mich beim Essen so heftig, dass ich keine Luft mehr bekam und der Notarzt gerufen wurde. Seit diesem Erlebnis habe ich große Schwierigkeiten Flüssigkeiten und feste Nahrung zu mir zu nehmen. Auch im Restaurant oder in der Öffentlichkeit ist es für mich unmöglich zu Essen oder zu Trinken, was zu weiteren Problemen auf sozialer und beruflicher Ebene führt. In meinen Lebens gibt immer wieder Phasen in denen ich, aufgrund der Mangelernährung, mit starkem Untergewicht zu kämpfen habe. In diesen Fällen ist meistens eine künstliche Ernährung notwendig. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass Ärzte mein Leiden oftmals bagatellisieren. Auch eine Psychotherapie blieb erfolglos, weil ich stets in das Krankheitsbild einer atypischen Esstörung gedrückt werde, die es nunmal nicht ist. Mein größter Wunsch ist es, „angstlos“ Essen und Trinken zu können. Ein wahres Wunder wäre es, wenn ich sogar Freude beim Essen empfinden könnte. Der permanente Kampf gegen die panische Angst ist sehr zermürbend und kräftezehrend.

  4. @DerLeser: Konntest du inzwischen schon Fortschritte machen? Bei mir ging es auch kurz vor der Geburt meiner Tochter los mit den Problemen. Den Artikel, den du erwähnst, hatte ich auch gesehen. Hier wissen wir aber nicht, ob noch weitere Probleme vorlagen. Mir haben alle (Ärzte, Logopäde, Physiotherapeutinnen) versichert, dass man ein Stück, was in die Luftröhre gelangt, sofort aushustet. Sonst würden ja auch täglich sehr viele Leute tot umfallen. Nein, es kann eigentlich nichts passieren. Es ist „nur“ dieses unangenehme Gefühl und es sollte wohl durch Training wieder normal werden.

  5. Hallo zusammen,

    Ich M 29 leide seit knapp 1.5 Monaten an dieser Schluckphobie. Angefangen hat es damit, dass ich mich heftig an einem Stück Kebabfleisch verschlückt habe. Danach ging es langsam los mit der Phobie. Ca 7 Tage nach dem Vorfall habe ich in einer New‘s App von einer Frau(in meinem Alter ca.)gelesen, die sich ebenfalls an einem Stück Kebab Fleisch verschluckt hatte, allerdings verlief es bei Ihr noch viel Schlimmer. Das Stück Fleisch gelangte in Luftröhre und danach in die Lunge. Die arme Dame fiel ins Komma und verstarb nach einigen Tagen sogar. Nach diesem Schock konnte ich garkeine Feste Nahrung mehr zu mir nehmen. Bin nun von 89 kg auf 82kg runtergefallen. War bereits beim HNO (ohne Befund) und vor 4 Tagen hatte ich noch eine Magenspiegelung. Die Ärztin meinte aber bereits, dass alles normal aussähe. Sie habe noch Gewebeproben entnommen und wir warten jetzt auf das Resultat.

    Meine grösste Angst/Befürchtung ist nun, dass auch bei dieser Untersuchung nichts hervorkommen wird, so paradox wie dies auch scheinen mag. Ich würde mir wünschen das die etwas finden würden und ich behandelt werden kann.

    Zu mir noch kurz, ich arbeite in einer Führungsposition und bin verantwortlich für 30 Mitarbeiter. Meine Frau ist im 6. Monat schwanger und eigentlich bin ich sehr zufrieden mit allem. Ich könnte es nicht glauben, dass mein Problem psychischem Urpungs ist.

    Ich hoffe für jeden von Euch auf baldige Genesung. Es ist unbeschreiblich schlimm…

  6. Bei mir ist es auch in letzter Zeit aufgetreten. Es kam ohne Vorwarnung und ich habe einfach Angst essen zu schlucken. Ich habe immer 2 Flaschen Wasser parat. Irgendjemand eine Lösung? Das Problem trifft nur bei festem essen auf.

  7. Bei mir ist es auch sehr schlimm seit einem 3/4 Jahr.
    Hat jemand von Euch noch einen Tipp parat?
    Bei mir ist es so schlimm das ich mittlerweile über eine Magensonde ernährt werde vorallem das nicht mehr trinken können belastet mich sehr.
    Feste Nahrung geht im Verhältnis zu Flüssigkeit besser.
    Hoffe sehr das es hier Leute gibt die diese Angst besiegen konnten.

  8. bin 27 m ich habe das seit januar nachdem ich eine entzündung im hals hatte, konnte nichts schlucken sogar wasser fiel mir sehr schwer nur so mit millimeter schlückchen.. feste nahrung ging überhaupt nicht..

    nach einer woche antibiotikum kur war die entzündung weg aber meine schluckprobleme habe ich immer noch, hatte angst das ich was gesundheitliches hab war im krankenhaus mehrere untersuchungen gemacht die meinten es wär alles ok..

    hab aufgehört zu rauchen eiskalt weil ich dachte dass es vlt was damit zu tun hat war 10 jahre raucher!

    hab einen termin beim psychologen gemacht der ist im juni..

    hoffe es ist wirklich psychisch und nichts körperliches.. es ist wie eine blockade bei mir wenn ich schlucken will und es nicht geht krieg ich panik und dann wirds nur schlimmer wenn diese panik kommt dann kann ich nicht mal mehr meine speichel richtig schlucken.. ernähr mich nur von brei, suppe und selbstgemachten shakes.. es gibt tage da gehts besser und manche tage da fällt es mir sogar schwer die suppe zu trinken.. will endlich wieder essen können werde echt neidisch mittlerweile auf die leute wenn ich seh wie sie in einen döner oder so rein beißen 😀

    was richtig komisch ist hab iwie keine probleme sonnenblumen kerne zu essen.

    hoffe das hat irgendwann mal ein ende.

    lg

  9. Also ich weiblich bin 69 Jahre alt, hab mich zwei Mal beim trinken verschluckt, hatte keine Luft mehr bekomme, jetzt ist es so weit schon, das ich bei jedem Schluck Angst habe mich zu verschlucken, habe Angst bald gar nichts mehr trinken zu können. Mit fester Nahrung hab ich keine Schwierigkeiten.

Was denken Sie darüber? Oder haben Sie Erfahrungen damit gemacht?

Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen. Vermeiden Sie unangemessene Sprache, Werbung, themenfremde Inhalte. Danke.


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