Pharmakophobie – Medikamentenangst

Pharmakophobie, Pharmacophobie (Medikamentenangst)

Angststörungen – Phobien (weitere Phobien in der Phobie-Liste)

Die Angst vor der Einnahme von Medikamenten

Die Pharmacophobie oder Pharmakophobie gehört zu den spezifischen Phobien und bezeichnet die übersteigerte Angst vor Pharmaka / Medikamenten / Pharmazeutika. Bei dieser Angststörung meidet der Pharmakophobiker die Einnahme von Pharmaka … allein der Gedanke daran treibt ihm den Angstschweiß auf die Stirn.
Pharmakophobie kommt aus dem Altgriechischen: pharma(ko), pharmaz = Medikament, Heilmittel; phobos= Furcht.
Beispiele für andere spezifische Phobien: Papaphobie und Phasmophobie.

Erfahrungen, Erfahrungsberichte

Wie Medikamentenangst überwinden?

29.07.2017 Kommentar von Mimmi:

Hi,
hab ein doofes Problem. Mir gehts mehr als mies derzeit und ich würde gerne wieder mit Johanniskraut anfangen, weil es mir damals schon viel gebracht hat. Nun das dicke *aber* : Ich trau mich seit ein paar Monaten nicht mehr Medikamente zu nehmen, nicht mal mehr eine Aspirin.
Immer denke ich das geht in die Psyche und ich werde durchdrehen oder werde Herzrasen bekommen und lauter unsinnige Gedanken.
Wie kann man das überwinden , denn ich merke ohne werde ich wohl nie aus dem Angstschlamassel rauskommen.

Ratschläge erbeten!

30.09.2017 Kommentar von Ina:

Hi Mimmi!

Aspirin kann ich auch nicht nehmen.
Und allein wenn ich das Wort Medikamente nur höre,bekomme ich alle Nebenwirkungen sämtlicher Beipackzettel.
Aber Johanniskraut habe ich selbst lange Zeit genommen und hatte keine Nebenwirkungen(obwohl ich förmlich drauf gewartet habe).
Auch Baldrian war verträglich(oh Wunder)
Und Bachblüten auch(Darauf habe ich nur vermehrt geträumt)
Trotz meiner Medikamenten-Phobie denke ich schon darüber nach eventuel es noch mal mit Medis zu probieren.Wenn die Nebenwirkungen zu stark werden,kann ich es doch jederzeit wieder lassen.
Mal sehen was meine Psychaterin dazu meint.

Also,gib deinem Herzen einen Stoss.
Johanniskraut ist ein pflanzliches Heilmittel,da kann ich mir irgendwie nicht vorstellen das da grossartig Nebenwirkungen auftreten.Ausserdem kannst du sie ja jederzeit in den Müll schmeissen wenn dir nicht wohl bei der Sache ist.Ich glaube meine hiessen Jarsin oder so ähnlich.

Liebe Grüsse Ina

02.01.2018 Kommentar von Dini:

Hallo!

Ich habe supergroße Angst, was Medikamente anbelangt – bin also pharmakophobisch. Ich versuche mir dann immer zu sagen, dass die Nebenwirkungen ja in der Regel nicht schlimmer sein sollen als die eigentlichen Beschwerden, wogegen man das Medikament nehmen soll. Klingt logisch, oder?

Ansonsten lieber nicht den Beipackzettel lesen bzw. ihn nur überfliegen und gezielte Absätze auslassen, von denen man weiß, dass sie einen nur verunsichern.

LG, Dini.

11.01.2018 Kommentar von Pharmakophobikerin:

Hallo,

ich bin auch so ein Angsthase und hab irgendwann ein Medikament genommen. Leider hab ich anfangs hysterisch reagiert und hab Panik bekommen sobald ich das Medi runtergeschluckt hatte. Das war bei allen Medis so.

Ich hab den SSRI in der Klinik eingeschlichen und da hatte ich gut Panik. Aber heute bin ich froh, dass ich meine Medikamentenangst überwunden habe. Also ich hab sie nicht komplett überwunden, denn jetzt würde ich mich nicht trauen, es wieder auszuschleichen.

Es ist aber heutzutage auch durchaus üblich, Medis mit Benzos einzuschleichen, wobei das ja paradox wäre: Johanniskraut mit einem Benzo einzuschleichen

20.07.2018 Kommentar von Sumes:

Hallo,

ich musste die Medikamente zu meinen Vertrauten machen. Ich hatte soviel Angst die Kontrolle zu verlieren, dass selbst ein Benzodiazepin 2-3 Stunden brauchte, um mich von der Panikattacke zu erlösen.

Beim kleinsten Gefühl von Wirkung oder Nebenwirkung, dachte ich sofort: „jetzt macht das Medikament irgendwas mit mir und ich kann es nicht kontrollieren“. Cipramil scheint gegen diese Angst aber etwas zu wirken. Ne Schmerztablette zu nehmen, traue ich mich.

25.11.2018 Kommentar von jan:

Meine Pharmakophobie-Erfahrung ist die Gleiche, wenn ich Antibiotika nehmen muß krieg ich die Krise.Hab schon oft meine Gesundheit aufs Spiel gesetzt.
Und anstatt das es besser wird,wird es immer schlimmer mit der Medikamentenphobie.

22.01.2019 Kommentar von voila:

Könnt Ihr Euch nicht immer und immer wieder sagen, dass Euch das Medikament HELFEN wird? Vor einer Allergie muss man nur eine halbe Stunde Angst haben, wenn dann nichts passiert, kommt auch nichts mehr. Und ne halbe Stunde Angst ist koch ein Klacks für uns, oder nicht?

Wieso habt Ihr so eine Angst, dass etwas von Euch verändert wird? Freut Euch doch darüber, denn die Medikamente ändern doch etwas, was Ihr ändern WOLLT, egal ob Schmerzen, Entzündung oder Angst. Es ist doch ein positiver Einfluss.

Und das Medikament ändert das nicht, sondern IHR mit der Einnahme desselben. Wenn Euch die Wirkung nicht gefällt, nehmt Ihr es eben nicht mehr.

24.01.2019 Kommentar von mangi:

Hallo
da hast de aber Pech ,ne Allergie kann immer auftreten,selbst wenn du das Mittel Tage schon genommen hast.Andere Horrorgeschichten erspare ich euch mal….weil wir sind ja hier Paniker.

26.01.2019 Kommentar von voila:

Hi mangi,
hmmm, ich HABE 2 oder 3 Medikamentenallergien und ich kann nach der Einnahme zusehen und merken, was mit meiner Haut und in meinem Hals passiert! Nach mehreren Tagen allergische Reaktionen? Habe ich echt noch nie gehört/gehabt, aber bitte, ich bin ja nur fast Arzt 😀

09.02.2019 Kommentar von Pharmakophobikerin:

Hi voila!

Also ich habe mein Leben lang Penicillin vertragen.
Während meiner Lungenentzündung musste ich die Medikamente längere Zeit nehmen und mittendrin stellte sich eine Allergie ein.
Seitdem vertrage ich es gar nicht mehr.

24.02.2019 Kommentar von voila:

Hallo Pharmakophobikerin,

hmmm, vielleicht bin ich doch nicht so medizinisch versiert, wie ich dachte? Vielleicht hattest Du auch vorher schon eine leichte Penicillin-Allergie? Das kenne ich von mir auch, dass leichte Allergien viel schlimmer werden, wenn man das Mittel trotzdem nimmt.

Angst macht mir nur eine Allergie, bei der der Hals zuschwillt und da war ich – bisher – immer schnell genug im Krankenhaus und mit den geeigneten Medikamenten geht das auch wieder weg.

Hautausschläge können mich nicht mehr wirklich beeindrucken. Da hatte ich schon Varianten, da kam der Prof mit 10 Studenten, um ihnen diese ausgeprägte Variante zu zeigen. Ich musste ihn dann daran erinnern, dass ich doch gerne ein Medikament hätte.

10.04.2019 Erfahrung von mous:

Also meine Medikamentenphobie wird grad wieder besser 🙂 Hatte zum Schluss sogar Angst vor der Pille, obwohl ich die seit 6 Jahren regelmässig nehme. Mein Geheimtipp, der in diesem Fall geholfen hat: Ablenken. Tablette nehmen und auf Teufel komm raus was anderes machen. Bloss nicht dasitzen und in sich reinhorchen. Nach einem weiteren Zyklus bin ich jetzt weitesgehend wieder angstfrei und kann mich jetzt auch nach Pilleneinnahme wieder ruhig aufs Sofa pflanzen. Bei anderen Tabletten hab ichs noch nicht probiert.

Und mal ehrlich: WER hatte noch nicht Ausschlag von einem Antibiotikum? Ich dachte, Antibiotika steht schon im Lexikon mit Allergie, Magen-Darm-Beschwerden und Pilzerkrankungen.

30.06.2019 Erfahrung von mel:

Angefangen hat die Pharmakophobie bei mir ganz billig: ich hab nach 3 Jahren Angstfreiheit eine Magen-Darmklamotte gekriegt und ein Übelkeitsmedikament genommen und das hat eine derartige Panikattacke bewirkt, dass ich wieder voll drin hing im Teufelskreis. Paspertintropfen hab ich immer vertragen und die hatte ich nicht da, also hab ich ein rezeptfreies Mittel genommen und da ging der Schuss irgendwie nach hinten los. So entwickelte sich meine Medikamentenangst.

20.07.2019 Erfahrung von mous:

Musste heute zum ersten Mal in diesem Jahr Tabletten gegen Heuschnupfen nehmen. Dieselben wie letztes Jahr, nur dass ich letztes Jahr noch keine voll ausgeprägte Medikamentenphobie hatte (aber dafür eine Nussphobie, die jetzt weg ist). Das Problem: Bei Nebenwirkungen steht „Herzrasen, Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag“. Für mich als Herzphobiker natürlich der Ober-GAU. Auch wenn es unter „sehr selten und Einzelfälle“ läuft.

Ich also todesmutig 😆 eine Tablette halbiert und nach und nach an dem Ding rumgebissen. Albern bei so einer Minitablette, aber mir doch egal. Hauptsache erstmal runter mit dem Ding. Und dann hat ne Mischung aus Ablenken, daran denken, dass ich die letztes Jahr auch genommen hab und die aufkeimenden Symptome auf Angst und auf die Hitze schieben, ganz gut geholfen 🙂

Und scheinbar reicht wohl erstmal auch eine halbe Tablette aus, denn ich merk vom Heuschnupfen im Moment nix mehr, hä! Ist irgendwie ein gutes Gefühl, davor geschützt zu sein, denn unbehandelter Heuschnupfen kann ja in allergischem Asthma enden.

Morgen gibts dann die nächste halbe Tablette. Da krieg ich sie bestimmt auch am Stück runter. Und ne ganze nehm ich nur bei Bedarf. Kann man bares Geld sparen mit so einer Tablettenphobie



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