Rosenwurz gegen Depressionen

Rosenwurz gegen Depressionen

Depressive Störungen – Nahrungsergänzungsmittel

Rosenwurz-Extrakt vielversprechend

19.04.2015 Rosenwurz (Rhodiola rosea) könnte eine Behandlungsmöglichkeit als Nahrungsergänzungsmittel für klinische Depression sein laut einer Studie der Universität von Pennsylvania.

Die ‚proof-of-concept‘-Studie (Machbarkeitsstudie) von Jun J. Mao und Kollegen ist die erste Vergleichsstudie (randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert) mit einem Rosenwurz-Extrakt. Sie vergleicht den Extrakt mit dem konventionellen Antidepressivum Sertralin bzw. einem Placebo bei der Behandlung von leichter bis mittelschwerer klinischer Depression.

Die 57 erwachsenen Teilnehmer hatten eine DSM IV Achse 1 Major-Depression-Diagnose. Sie hatten also zwei oder mehr größere depressive Episoden für mindestens 2 Wochen.

Rosenwurz vs. Sertralin vs. Placebo

Sie erhielten 12 Wochen lang einen standardisierten Rhodiola rosea Auszug, Sertralin oder ein Placebo.

Die Veränderungen wurden mit der Hamilton Depression Skala (HAM-D), dem Beck Depression Inventar (BDI) und dem Clinical Global Impression (CGI) gemessen.

Resultate

  • Patienten, die Sertralin nahmen, zeigten beim HAM-D ein leicht besseres Abschneiden bezüglich ihrer Symptome in der 12. Woche der Behandlung als die Rosenwurz-Gruppe – aber diese Unterschiede waren statistisch nicht von Bedeutung.
  • Patienten, die den Rosenwurz-Extrakt einnahmen, hatten eine 1,4-mal höhere Wahrscheinlichkeit für eine Verbesserung ihrer Depression als Teilnehmer, die ein Placebo erhielten.
  • Die Patienten der Sertralin-Gruppe zeigten allerdings eine 1,9-mal höhere Wahrscheinlichkeit der Verbesserung ihrer Depressionssymptome.

Nebenwirkungen

Die Patienten auf Sertralin erfuhren doppelt so häufig Nebenwirkungen – am häufigsten Übelkeit und sexuelle Funktionsstörungen – wie jene auf R. rosea: 63% vs. 30%.

Diese Befunde zeigen, dass Rosenwurz-Extrakt ein günstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis für Personen mit leichter bis mittlerer klinischer Depression besitzt.

Diese Ergebnisse sind vorläufig zu sehen, aber weisen schon auf das Potential dieser Kräutertherapie hin. Depressiven Patienten, die aufgrund der Nebenwirkungen keine konventionellen Antidepressiva vertragen, könnte Rosenwurz womöglich helfen, sagte Mao in der Zeitschrift Phytomedicine. „Größere Studien werden nun benötigt, um Nutzen und Schaden von Rhodiola rosea vollständig im Vergleich zu konventionellen Antidepressiva zu beurteilen.“

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Universität Pennsylvania, Phytomedicine; April 2015

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