Kognitive Therapie bei Depression

Kognitive Therapie bei Depression

Psychische Krankheiten – depressive Störungen

Kognitive Therapie ist erfolgreich bei depressiven Störungen

Wenn die kognitive Therapie durch erfahrene Therapeuten angewendet wird, ist sie so erfolgreich wie die initiale Medikation von Antidepressiva bei mittleren bis schweren Depressionen, so eine neue Studie.

Die Studie umfasste 240 Personen mit mittleren bis schweren Depressionen. Eine Gruppe von 60 Personen erhielt Kognitive Therapie (KT), eine andere Gruppe von 120 Personen erhielt Antidepressiva (normalerweise Paroxetin) und eine dritte Gruppe von 60 Personen erhielt ein Plazebo.

Den Forschern der Pennsylvania Universität zufolge, erhielten die Patienten der Kognitive-Therapie-Gruppe zwei 50 minütige Sitzungen KT pro Woche für durchschnittlich vier Wochen und dann eine Sitzung pro Woche für die restlichen vier Wochen der Studie.

Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit

Nach acht Wochen der Behandlung, betrugen die Ansprechraten: 50 Prozent in der Medikationsgruppe, 43 Prozent in der kognitiven Therapiegruppe und 25 Prozent in der Placebogruppe. Nach 16 Wochen der Behandlung, betrugen die Ansprechraten: 58 Prozent für die Patienten, die entweder Medikation oder KT erhalten hatten. Die Remissionsrate betrug 46 Prozent für die Patienten, die Medikation empfangen und 40 Prozent für die Patienten, die KT erhielten.

„Im Ganzen gesehen, stützen diese Entdeckungen nicht die gegenwärtige amerikanische psychiatrische Richtlinie, basierend auf dem TDCRP (the Treatment of Depression Collaborative Research Program), die besagt, dass die meisten (gemäßigt und stark depressiven) Patienten Medikation benötigen, schreiben die Autoren.

„Es scheint, dass kognitive Therapie genau so wirkungsvoll sein kann wie die Verabreichung von Antidepressiva, sogar bei stark depressiven ambulanten Patienten, zumindest, wenn sie durch erfahrene kognitive Therapeuten angewendet wird.“, schreiben die Forscher.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Archives of General Psychiatry, April 2005

Kognitive Therapie vs. Fluoxetin gegen Depression-Rückfall

Psychische Krankheiten – depressive Störungen

07.09.2013 Nachfolgende kognitive Therapie ist (langfristig) ebenso wirkungsvoll bzw. -los wie eine Behandlung mit einem Antidepressivum, wenn es darum geht, Rückfälle bei Hoch-Risiko-Patienten (Depression) zu verhindern, sagt eine neue Studie.

Psychotherapie oder Antidepressivum als Rückfallprophylaxe

Erwachsene, die aus einer akuten Depression herauskommen, haben ein geringeres Risiko für einen Rückfall, wenn sie eine zusätzliche acht-monatige kognitive Psychotherapie oder acht Monate das Antidepressivum Prozac (Wirkstoff Fluoxetin) nach der Beendigung einer initialen kognitiven Therapie erhalten.

Die Studie beinhaltete 241 Erwachsene, die gut auf die kognitive Therapie gegen ihre Depression reagiert, aber ein hohes Risiko für einen Rückfall hatten. Sie erhielten ihre Behandlung am University of Texas Southwestern Medical Center und am University of Pittsburgh Medical Center in den USA.

Die Forscher teilten die Teilnehmer in drei Gruppen. Die erste erhielt acht Monate kontinuierliche Behandlung mit kognitiver Therapie, die zweite Gruppe erhielt acht Monate kontinuierlich Fluoxetin/Prozac. Die dritte erhielt während dieser Zeit Placebotabletten.

Wirksamkeit von Fluoxetin und KT ähnlich

Sowohl die Fluoxetin-Gruppe als auch die Kognitive-Therapie-Gruppen hatten eine Rückfallrate, die nur halb so hoch war wie die der Placebogruppe – etwa 18 Prozent – verglichen mit 33 Prozent für Placebo-Teilnehmer.

Die protektive Wirkung ließ jedoch nach dem Ende der Behandlung nach. Zweieinhalb Jahre später hatten alle drei Gruppen ähnliche Rückfallraten (die Rate der Placebogruppe war nur leicht höher).

© PSYLEX.de – Quellenangabe: University of Texas Southwestern Medical Center, Sept. 2013

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