Body Mass Index (BMI) und Depression

Body Mass Index (BMI) und Depression

Depressive Störungen – Ursachen/Risikofaktoren

Depressionen nehmen bei Übergewichtigen mit größer werdendem Body-Mass-Index zu

11.04.2020 Das Risiko für Depressionen steigt mit dem Body-Mass-Index (BMI) bei übergewichtigen und adipösen Personen laut einer in Obesity veröffentlichten Studie.

Freya Tyrer von der Universität Leicester in Großbritannien und Kollegen nutzten elektronische Gesundheitsakten der Clinical Practice Research Datalink, um 519.513 übergewichtige und adipöse Erwachsene zu ermitteln und anhand von Follow-up-Daten aus den Jahren 2000 bis 2019 die Inzidenz (Auftretenshäufigkeit) von Depressionen zu bewerten.

Inzidenz von Depressionen

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Bild: Rebecca Matthews

Die Forscher fanden heraus, dass die Inzidenz von Depressionen 9,2 pro 1.000 Personenjahre betrug und bei Frauen und Männern im Alter von 40 bis 59 Jahren, die stark adipös waren, höher war.

Das Risiko für das Auftreten einer depressiven Störung stieg mit jeder BMI-Kategorie im Vergleich zu Personen, die übergewichtig waren:

  • 30 bis 34 kg/m² (Hazard Ratio [HR] 1,13);
  • 35 bis 39 kg/m² (HR 1,34);
  • 40 bis 44 kg/m² (HR 1,51); und
  • 45 bis 49 kg/m² (HR 1,67).
  • Das Risikoverhältnis war bei 50+ kg/m² abgeschwächt (HR, 1,54).

Antidepressiva als Erstlinientherapie

In zwei Dritteln der Fälle wurden Antidepressiva als Erstlinientherapie verschrieben, schreiben die Studienautoren. Die Verschreibungen von Fluoxetin gingen im Laufe der Zeit zurück (20,4 Prozent im Jahr 2000 gegenüber 8,8 Prozent im Jahr 2018), während die Verschreibungen von Sertralin zunahmen (4,3 Prozent im Jahr 2000 gegenüber 38,9 Prozent im Jahr 2018).

Die Wissenschaftler empfehlen eine Anleitung zur Verschreibung von Antidepressiva und spezifische Dienstleistungen für Menschen mit Adipositas und Depression, die sowohl die Symptome als auch das Verhalten berücksichtigen.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Obesity – https://doi.org/10.1002/oby.22772

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