Wut und Reizbarkeit können Depression verschlimmern

Klinische Psychologie - Risikofaktoren/Ursachen

18.09.2013 Reizbarkeit und Wut bei depressiven Menschen sind mit stärkeren Depressionsymptomen und weiteren Problemen verbunden, legt eine Langzeitstudie nahe.

Forscher sahen sich Daten von mehr als 500 Menschen an, denen im Rahmen der U.S. National Institute of Mental Health Studie 31 Jahre gefolgt wurde. Die Teilnehmer hatten alle eine Major Depression, als sie zwischen 1978 und 1981 in die Studie aufgenommen wurden.

Reizbarkeit und Wut

Offene Reizbarkeit und Wut wurde bei etwa 54 Prozent der Patienten festgestellt (bei Aufnahme in die Studie), berichteten Dr. Lewis Judd und Kollegen von der University of California, San Diego.

Sie stellten fest, dass Wut und Reizbarkeit bei diesen Patienten mit deutlich schwerwiegenderer und länger anhaltender Depression verbunden waren. Die beiden Emotionen sind auch mit einer schlechteren Impulskontrolle, höheren Raten von Drogenmissbrauch, Angststörung, antisozialer Persönlichkeitsstörung, geringerer Lebenszufriedenheit und einer höheren Rate bipolarer Störung bei den Verwandten verbunden.

Obwohl die Forschungsstudie zeigt, dass Reizbarkeit und Wut mit stärkeren Depressionen verbunden waren, beweist dies keine Ursache-Wirkung-Beziehung.

© PSYLEX.de - Quellenangabe: University of California, Sept. 2013

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