Höheres Risiko für psychische Störungen bei niedrigem Geburtsgewicht

Psychische Störungen, Krankheiten, Erkrankungen:
Geringes Geburtsgewicht

Klinische Psychologie – psychische Krankheitsbilder

Höheres Risiko für psychische Störungen bei niedrigerem Gewicht bei Geburt

11.02.2015 Eine neue kanadische Studie hat herausgefunden, dass ein sehr geringes Geburtsgewicht ein höheres Risiko für psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter bedeutet.

Dagegen scheinen aber Säuglinge mit einem geringeren Gewicht bei der Geburt weniger wahrscheinlich eine Substanzmissbrauchsstörung (Alkohol oder andere Drogen) im Erwachsenenalter zu haben, sagte Dr. Ryan Van Lieshout von der McMaster University.

Sie stellten ebenfalls fest, dass Babys mit einem extrem niedrigen Geburtsgewicht – deren Mütter eine Steroid-Behandlung vor der Geburt erhielten – ein noch größeres Risiko für psychische Krankheiten hatten.

Die in der Zeitschrift Pediatrics veröffentlichte Studie mit 84 Erwachsenen, die weniger als 1.000 Gramm bei der Geburt (1977-1982) wogen, und 90 normal gewichtigen Babys fand heraus, dass die untergewichtigen Babys fast dreimal wahrscheinlicher kein Problem mit Alkohol oder anderen Drogen hatten, als sie Anfang 30 waren.

Dafür hatten sie ein 2,5-fach erhöhtes Risiko als Erwachsene eine psychische Störung wie Depression, eine Angststörung oder eine Aufmerksamkeits- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu entwickeln.

Babys mit sehr niedrigem Geburtsgewicht und deren Mütter eine volle Steroid-Behandlungskur vor der Geburt bekamen, hatten ein noch höheres Risiko (fast das 4,5-fache) später eine psychische Krankheit zu entwickeln und sie waren nicht „geschützt“ gegen Alkoholismus oder eine andere Substanzmissbrauchsstörung.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Quelle: McMaster University, Pediatrics; Feb. 2015

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