Tsunami und Posttraumatische Störungen

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS):
Tsunami

Psychische Störungen – Traumata

Schwedische Touristen, die ein schweres Trauma in Folge des Tsunamis 2004 im Indischen Ozean erlebten, haben länger als ihre Altersgenossen gebraucht, um sich psychologisch zu erholen, fand eine neue Studie heraus.

Effekte auf psychische Gesundheit bleiben nach Tsunami

Die Exposition war sogar drei Jahre nach der Katastrophe mit einem erhöhtem Niveau nachtraumatischer Stressreaktionen verbunden, berichten die Forscher in einer Studie, geleitet von Kerstin Bergh Johannesson vom Uppsala University Hospital. Diejenigen, die eine geliebte Person verloren, waren besonders stark betroffen.

Die Forscher verfolgten fast 3.500 schwedische Überlebende des Tsunamis, der beinahe 230.000 Menschen aus 14 Ländern tötete. Die meisten von denen, die von der Studie überwacht wurden, waren im Urlaub in Südostasien als der Tsunami zuschlug.

Etwa 98 Prozent von denen mit einer geringen Trauma-Exposition zeigten eine „elastische“ Reaktion, aber nur 77 Prozent derjenigen mit hoher Exposition, berichtet die Studie. Unter denjenigen, die eine geliebte Person verloren, zeigten nur etwa die Hälfte eine „elastische“ Reaktion. Von den Befunden wird im Journal of Nervous and Mental Disease berichtet.

Drei Jahre nach dem Tsunami

Drei Jahre nach dem Tsunami fanden Forscher psychische Gesundheitsprobleme bei 28 Prozent bei denen mit hoher Exposition, 20 Prozent bei jenen mit mittlerem Niveau und 43 Prozent bei denjenigen, die eine geliebte Person verloren.

Frauen, jüngere Leute, gering Gebildete und Personen mit vorherigen psychischen Krankheiten brauchten länger, um sich zu erholen.

Diese Studie hebt die langfristigen negativen Wirkungen von schwerwiegender Exposition und traumatischem Verlust hervor, die eine Erholung zu verlangsamen scheinen, schreiben die Forscher. „Identifikation der Symptome und anschließende Unterstützung oder traumagezielte Psychotherapie könnte eine optimale Erholung erleichtern.“
Quelle: Journal of Nervous and Mental Disease, April 2011

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