Google Suche: Saisonale Muster bei psychischen Krankheiten

Psychische Störungen, Krankheiten, Erkrankungen:
Google Suche: Saisonale Muster

Klinische Psychologie – psychische Krankheiten

Google Suche: Saisonale Muster bei psychischen Krankheiten

17.04.2013 Online-Suchen bei Google nach allen grossen psychischen Erkrankungen tendieren dazu jahreszeitlichen Mustern zu folgen laut einer Studie.

Saisonale Muster bei Suchanfragen

Dies könnte vermuten lassen, dass psychische Krankheiten stärker mit saisonalen Mustern verbunden sein könnten als zuvor angenommen, sagen die beteiligten Forscher.

Mit Hilfe von Googles öffentlicher Suchanfragen-Datenbank identifizierte und überwachte das Forscherteam Suchanfragen zu psychischen Erkrankungen in den Vereinigten Staaten und Australien zwischen 2006 bis 2010.

Google Suche: Saisonale Muster bei psychischen Krankheiten

Alle Anfragen, die sich auf psychische Störungen bezogen, wurden gezählt und nach Typ der Erkrankung gruppiert. Festgehalten wurden Anfragen zu ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung), Angststörung, Bipolare Störung, Depression, Essstörungen (einschließlich Anorexie und Bulimie), Zwangsstörungen, Schizophrenie und Suizid.

Mit Hilfe mathematischer Methoden konnte man die Trends identifizieren, und stellte fest, dass für psychischen Krankheiten die Anfragen im Winter konsistent höher waren als im Sommer.

Statistik der Suchanfragen zu den einzelnen psychischen Störungen

Die Studie zeigt, dass Suchanfragen zu

  • Essstörungen im Sommer gegenüber dem Winter um 37 Prozent in den USA absanken und um 42 % in Australien.
  • Suchanfragen zu Schizophrenie nahmen um 37 Prozent während des Sommers in den USA und zu 36 Prozent in Australien ab.
  • Suchanfragen zu Bipolarer Störung gingen im Sommer in den USA um 16 Prozent runter und 17% in Australien.
  • ADHS Suchen nahmen um 28 Prozent bzw. 31 % ab.
  • Suchen zur Zwangsstörung reduzierten sich um 18 Prozent bzw. 15 Prozent.
  • Suchen nach Suizid nahmen um 24 bzw. 29 Prozent ab, und
  • Suchanfragen zur Angststörung zeigten die kleinste jahreszeitliche Veränderung: sie nahmen um 7 Prozent in den USA während des Sommers ab und um 15 Prozent in Australien.

Ursachen – unbekannt

„Sind es biologische, Umwelt- oder soziale Mechanismen, die ein universelles Muster bei den Suchanfragen zu psychischen Erkrankungen bilden ? Wir wissen es nicht.“

Vielleicht finden wir noch weitere solcher Muster bei den psychischen Krankheiten. Vielleicht gibt es z.B. einen Montag Effekt. Das Potential ist riesig, sagte Johns Hopkins von der Bloomberg School of Public Health.
Quelle: Bloomberg School of Public Health, April 2013

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