Suizid bei Ärzten

Suizid bei Ärzten

Psychische Erkrankung – Selbsttötung – Freitod

Fünf wichtige Informationen zum Arzt-Suizid

06.05.2019 Suizid bei Ärzten ist ein großes Problem, wobei die Suizidrate höher ist als in der Allgemeinbevölkerung – mit potenziell weitreichenden Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme, schreiben die Autoren eines im Canadian Medical Association Journal veröffentlichten Berichts.

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Bild: George Hodan

Fünf Punkte zum Selbstmord von Ärzten:

  • Als einzige Todesursache, die bei Ärzten häufiger vorkommt als bei Nichtmedizinern, ist Selbstmord ein Berufsrisiko für Ärzte.
  • Schusswaffen, Überdosen und stumpfe Gewalteinwirkung sind die häufigsten Methoden, wobei Benzodiazepine, Barbiturate und Antipsychotika die am häufigsten verwendeten Medikamente sind.
  • Verstärkte Suizidgedanken beginnen bereits in der medizinischen Ausbildung, wobei fast jeder vierte befragte Medizinstudent innerhalb der letzten 12 Monate über Selbstmordgedanken berichtete.
  • Beschwerden an die Kontroll- bzw. Aufsichtsbehörden sind mit einer höheren Rate von Suizidgedanken verbunden.
  • Suizidale Ärzte sehen sich mit außergewöhnlichen Barrieren bei der Versorgung konfrontiert, einschließlich Bedenken hinsichtlich der Vertraulichkeit und der Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung von Kollegen, Arbeitgebern und Genehmigungsbehörden.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Canadian Medical Association Journal – DOI: https://doi.org/10.1503/cmaj.181687

Prävalenz (Auftretenshäufigkeit) von suizidalem Verhalten unter Ärzten

07.10.2020 Eine Analyse bereits zuvor veröffentlichter Studien hat eine relativ hohe Prävalenz (Auftretensrate) suizidalen Verhaltens unter Ärzten festgestellt. Die Ergebnisse wurden in Suicide and Life-Threatening Behaviour veröffentlicht.

Die von Min Dong (Guangdong Academy of Medical Sciences, Guangzhou, China) und Kollegen erstellte Analyse umfasste 35 Studien mit insgesamt 70.368 Ärztinnen und Ärzten.

Suizidgedanken

Die Lebenszeitprävalenz von Suizidgedanken betrug 17,4%, während die 1-Jahres-Prävalenz bei 8,6%, die 6-Monats-Prävalenz bei 11,9% und die 1-Monats-Prävalenz bei 8,6% lag.

Suizidversuche

Die Lebenszeitprävalenz von Suizidversuchen betrug 1,8%, während die 1-Jahres-Prävalenz bei 0,3% lag.

Geografische Region

Die geografische Region konnte mit der Lebenszeitprävalenz und der 1-Jahres-Prävalenz von Suizidgedanken in Verbindung gebracht werden – so waren beispielsweise die Raten in Europa höher als in den Vereinigten Staaten.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: Suicide and Life-Threatening Behaviour

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