Suizid: Höhe, Sauerstoffmangel

Suizid: Höhe, Sauerstoffmangel

Psychische Erkrankung – Selbsttötung – Freitod

Hohe Wohngegend: ein Risiko-Faktor

Die Höhe, in der eine Person wohnt, ist eine unabhängige Vorhersagevariable des Risikos für einen Suizid laut einem Forschungsbericht der im September herausgegebenen Online-Ausgabe von The American Journal of Psychiatry.

Namkug Kim, Ph.D. von der Universität Utah in Salt Lake City und Kollegen führten eine Studie durch, um die Beziehung zwischen Höhe der Wohngegend und Selbstmordrate zu beurteilen; eingeschlossen Suizid durch Schusswaffen und ohne. Sie nahmen hypothetisch an, dass die Höhe bedeutend mit der Selbstmordrate verbunden ist basierend auf ihren letzten Beobachtungen. Die Daten über die Schusswaffen-Eigentümer kamen von den U.S. Centers for Disease Control and Prevention’s Behavioral Risk Factor Surveillance System.

Ursache: leichter Sauerstoffmangel in der Höhe

Nach Bereinigung der Daten hinsichtlich des Alters fanden die Forscher eine bedeutsame positive Korrelation zwischen durchschnittlicher Höhe des Landes in dem die Betroffenen wohnten und der Selbstmordrate. Diese Korrelation gab es für sowohl den waffengebundenen Selbstmord als auch den nicht-waffengebundenen Suizid.

Die Forscher schlossen, dass diese Verbindung mit metabolischen Stress durch leichten Sauerstoffmangel in höheren Regionen bei Personen mit vorher vorhandenen Stimmungsstörungen zusammenhängen könnten.

Besonders an dieses Studie ist die Auswertung der Beziehung zwischen der allgemeinen Suizidrate, der schusswaffengebundenen und nicht-schusswaffengebundenen Suizidhäufigkeiten, und ihrer Verbindung mit der Höhe des Wohnsitzes. Daten über Waffenbesitz waren nicht auf County-Basis verfügbar, schreiben die Autoren.

Höhe, Waffenbesitz und Bevölkerungsdichte konnten als Vorhersagevariablen für die Selbstmordraten auf Staatenbasis betrachtet werden, und die Höhe der Region erscheint als ein bedeutsamer Risikofaktor, sagten sie.

Zwei der Autoren dienten als Berater und erhielten Forschungsförderung von der Pharmaindustrie.

Quelle: The American Journal of Psychiatry, Sept. 2010

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