Ältere Frauen häufiger von Depressivität betroffen als Männer

Studie untersuchte alters- und geschlechtsspezifische Trends bei depressiven Symptomen im mittleren und höheren Erwachsenenalter

03.10.2021 Bis zu jeder vierte Mensch ist von Depressionen betroffen, doch werden diese im öffentlichen Bewusstsein häufig mit jungen Erwachsenen in Verbindung gebracht.

Und obwohl die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von depressiven Symptomen in der Lebensmitte abnimmt, steigen die Raten der Depression wieder an, wenn die Menschen – insbesondere Frauen – in die 70er Jahre kommen, so eine neue im Journal of Affective Disorders veröffentlichte Studie.

Die Studie

John Best von der Simon Fraser University und sein Team untersuchten die Daten der Canadian Longitudinal Study on Aging (CLSA) – einer Langzeitstudie mit mehr als 50.000 Menschen im Alter zwischen 45 und 85 Jahren – und verfolgten die Anzahl der gemeldeten depressiven Symptome über das Alter hinweg.

Sie fanden heraus, dass die Verbindung von Menschen mit Depressionen mit dem späten Lebensalter zusammenhängt und dass Frauen eher depressive Symptome aufweisen als Männer.

Häufiger Depressionssymptome bei Frauen

Es kann über die gesamte Altersspanne von 45 bis 85 Jahren beobachtet werden, dass Frauen häufiger über depressive Symptome berichten, aber dieser Unterschied zwischen Männern und Frauen ist in den 80er Jahren am größten, sagt Best.

Laut Best gibt es keinen einzigen Grund, warum die Depressionsrate im späten Alter ansteigt, aber es ist bekannt, dass ältere Menschen häufiger mit Trauerfällen, einem schlechten Gesundheitszustand, der Pflege von Angehörigen und sozialer Isolation konfrontiert sind.

Sein Team hofft, die unzähligen Faktoren in ihrer weiteren Arbeit untersuchen zu können, doch vorerst können die Ergebnisse seiner Meinung nach helfen dazu beizutragen, wie wir ältere Menschen unterstützen.

Wenn man sich bewusst ist, dass die Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein älterer Elternteil in den späten 70er und 80er Jahren depressiv wird, ist es umso wichtiger, dass ältere Menschen geistig, körperlich, sozial und vielleicht auch spirituell aktiv bleiben, sagt er. Sein Rat ist, dafür zu sorgen, dass sie die bestmöglichen sozialen Kontakte pflegen, und sie zu ermutigen, auch körperlich so aktiv wie möglich zu sein.

© Psylex.de – Quellenangabe: Journal of Affective Disorders (2021). DOI: 10.1016/j.jad.2021.08.109

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