Atopische Dermatitis und die psychische Gesundheit

Perspektiven von Patienten und Betreuungspersonen zur Beziehung zwischen Symptomen der atopischen Dermatitis und psychischer Gesundheit

Atopische Dermatitis und die psychische Gesundheit

24.04.2024 Atopische Dermatitis (AD; auch Neurodermitis genannt) wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit der Patienten aus, insbesondere bei schwerer AD laut einer in Dermatitis veröffentlichten Studie.

Jessica K. Johnson von der National Eczema Association in San Rafael, Kalifornien, und Kollegen untersuchten die von den Patienten angegebenen psychischen Symptome und ihre Korrelation mit dem Schweregrad der atopischen Dermatitis. Die Analyse beinhaltete Ergebnisse von 954 Umfrageteilnehmern.

Die Forscher fanden heraus, dass 26,0 Prozent der Befragten über psychische Beschwerden an mehr als 10 Tagen pro Monat berichteten, und die meisten Erwachsenen (65,5 Prozent) erzielten auf der Hospital Anxiety and Depression Scale Werte im grenzwertigen/abnormalen Bereich. Sieben von 10 Befragten (70,6 Prozent) hatten das Gefühl, dass ihre psychische Gesundheit in den letzten 12 Monaten durch atopische Dermatitis negativ beeinflusst wurde. Die Wahrnehmung dieses Zusammenhangs wurde durch den Schweregrad der atoischen Dermatitis beeinflusst, wobei die Befragten eher glaubten, dass ihre psychische Gesundheit durch AD beeinträchtigt wurde, wenn sie oder ihr Kind an schwerer AD litten.

„Patienten und Betreuungspersonen waren sich des Zusammenhangs zwischen ihren und den AD-Symptomen ihres Kindes und der psychischen Gesundheit bewusst, was auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Unterstützung der psychischen Gesundheit und einer routinemäßigen Neubewertung im Verlauf der Krankheit hindeutet“, schreiben die Autoren. „Künftige Forschungsarbeiten könnten sich mit den Hindernissen für den Zugang zu psychologischen und psychiatrischen Diensten in der AD-Population befassen und mit der Frage, inwieweit Anbieter, die atopische Dermatitis behandeln, die psychische Gesundheit ihrer Patienten überwachen und nachverfolgen.“

© Psylex.de – Quellenangabe: Dermatitis (2024). DOI: 10.1089/derm.2023.0365

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