Unterstützen Sie bitte PSYLEX durch eine Spende (und lesen Sie werbefrei).

Body Positivity und die Psyche

Body-Positivity-Bilder in den sozialen Medien verbessern das Körperbild von Frauen und Männern

Body Positivity und die Psyche

30.01.2024 Eine neue Studie der Universität Surrey zeigt, dass Body-Positivity-Bilder (Bilder mit einer positiven Einstellung zum Körper, egal wie er aussieht) in sozialen Medien die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper erhöhen und Gewichtsprobleme sowohl bei Männern als auch bei Frauen verringern.

Im Rahmen dieser einzigartigen Studie untersuchten die Forscher positive und idealisierte Körperbilder, die auf der App Instagram zu sehen waren, und die Auswirkungen, die sie auf Männer und Frauen haben. Frühere Forschungen in diesem Bereich haben sich mit den Auswirkungen solcher Bilder auf Frauen befasst. Über die Auswirkungen auf Männer war jedoch wenig bekannt.

Diese Studie wurde in der Zeitschrift Acta Psychologica veröffentlicht.

Dr. Fabio Fasoli, Dozent für Sozialpsychologie an der Universität Surrey, sagte: “Die Sorge um das Körperbild gilt als ein Problem der öffentlichen Gesundheit. Der Siegeszug der sozialen Medien, insbesondere von Instagram, führt dazu, dass junge Frauen und Männer vermehrt Bildern eines ‘perfekten Körpers’ ausgesetzt sind, was sie sehr kritisch gegenüber sich selbst macht.

Body-Positivity-Bewegung

“Die Body-Positivity-Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, unrealistische Körperdarstellungen zu bekämpfen und ein vielfältiges und integratives Körperbild zu fördern. Die Bewegung ist sehr populär geworden, wird aber oft nur als auf Frauen fokussiert angesehen. Eine beträchtliche Anzahl von Männern nutzt Instagram, aber es ist wenig darüber bekannt, welchen Einfluss die Bilder, die sie in ihrem Feed sehen, auf sie haben.”

Für die Untersuchung wurden 207 junge Männer und Frauen rekrutiert und zunächst positive und negative Stimmungen, Körperzufriedenheit, das Streben nach Schlankheit und das Streben nach Männlichkeit erfasst.

Anschließend wurden die Teilnehmer idealisierten Körperbildern (dünne, durchtrainierte Frauen im Bikini oder Männer ohne Hemd, die ihre Bauchmuskeln anspannen), körperpositiven Bildern (Frauen/Männer mit unterschiedlichen Körperformen, -größen und -merkmalen) oder Kontrollbildern (Landschaften und Tiere) ausgesetzt, und die ursprünglichen Erhebungen wurden wiederholt.

Bessere Stimmung und Körperzufriedenheit durch Body-positive Bilder

Die Forscher fanden heraus, dass die Exposition gegenüber idealisierten Körperbildern sowohl bei Männern als auch bei Frauen die positive Stimmung und die Körperzufriedenheit verringerte. Im Gegensatz dazu erhöhten Body-positive Bilder die Körperzufriedenheit und verringerten das Streben nach Schlankheit sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Interessanterweise verringerten körperpositive Bilder nicht die Bedenken der Männer hinsichtlich ihrer Muskulatur. Die Forscher vermuten, dass Körperpositivität eher im Zusammenhang mit übergroßen Körpern als mit anderen Körpermerkmalen wahrgenommen wird.

Fasoli fügte hinzu: “Die Exposition gegenüber Body-positiven Bildern auf Instagram kann sowohl für Männer als auch für Frauen von Vorteil sein. Solche Bilder sind wichtig, um die Menschen daran zu erinnern, dass unsere Körper alle unterschiedlich sind und dass sie sich nicht mit unrealistischen Bildern vergleichen sollten, die auf Social-Media-Plattformen gepostet werden.”

© Psylex.de – Quellenangabe: Acta Psychologica (2024). DOI: 10.1016/j.actpsy.2024.104126

Weitere Infos, News dazu




Was denken Sie darüber? Oder haben Sie Erfahrungen damit gemacht?

Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen. Vermeiden Sie unangemessene Sprache, Werbung, themenfremde Inhalte. Danke.