Corona: Psychische Gesundheit von Beschäftigten im Gesundheitswesen

Covid-19: Deutschlandweite Studie zur psychischen Belastung im Gesundheitswesen – Pflegekräfte besonders betroffen

20.08.2020 Beschäftigte im Gesundheitswesen, die Covid-19-Patienten und -Patientinnen pflegen und behandeln, sind gestresster und fühlen sich deutlich stärker belastet, als andere Beschäftigte, insbesondere in der Pflege. Dies ist das Ergebnis der deutschlandweit ersten Studie dazu, die an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Augsburg / Bezirkskrankenhaus Augsburg und dem Lehrstuhl für Medizinische Psychologie und Soziologie durchgeführt wurde. Insgesamt zeigen die Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen hohe Zustimmungsraten zu den von Krankenhäusern und Staat ergriffenen Maßnahmen.

Der Ausbruch von Covid-19 ist die schwerwiegendste Pandemie seit der Spanischen Grippe 1918. Zu Ausbrüchen von neuen und alten Infektionserregern kommt es immer wieder, wie dem Zika-Virus 2016, der Schweinegrippe 2009 (H1N1/09 Virus) und der SARS-Epidemie zwischen 2002 und 2004. Letztere zeigte bereits, dass Beschäftigte des Gesundheitswesens unter einem substantiellen Risiko stehen, psychische Probleme zu entwickeln. Aktuelle Studien aus China machen deutlich, dass Pflegepersonal in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in hohem Maße von psychischer Belastung, Depression, Angst, Schlaflosigkeit und Stress betroffen ist.

Quellenangabe: Universität Augsburg – Victoria Kramer, Irina Papazova, Andreas Thoma, Miriam Kunz, Peter Falkai, Thomas Schneider-Axmann, Anke Hierundar, Elias Wagner, Alkomiet Hasan: Subjective burden and perspectives of German healthcare workers during the COVID-19 pandemic In: European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience https://doi.org/10.1007/s00406-020-01183-2

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