Wer häufiger lacht, kommt womöglich mit Stress besser zurecht

Universität Basel: Lachen als Stresspuffer – auch ein Lächeln hilft

30.07.2020 Wer im Alltag häufig lacht, kommt womöglich mit stressreichen Ereignissen besser zurecht – wobei dies nicht für die Intensität des Lachens zuzutreffen scheint. Dies berichtet ein Forschungsteam der Universität Basel im Fachblatt «Plos One».

Nach Schätzungen lachen Menschen typischerweise 18 Mal pro Tag, meist in der Interaktion mit anderen und je nach dem Grad der erlebten Freude. Die Forschung berichtet auch über Unterschiede punkto Tageszeit, Alter und Geschlecht: So ist bekannt, dass Frauen im Durchschnitt mehr lächeln als Männer. Nun haben Forschende der Abteilung Klinische Psychologie und Epidemiologie der Fakultät für Psychologie der Universität Basel erstmals den Zusammenhang von stressreichen Ereignissen und Lachen im Hinblick auf wahrgenommenen Stress im Alltag untersucht.
Eine Handy-App stellt Fragen
In der Längsschnitt-Untersuchung wurden die Teilnehmenden mit einem akustischen Signal einer Handy-App in unregelmässigen Abständen achtmal täglich während 14 Tagen dazu aufgefordert, Fragen zu beantworten. Diese betrafen die Häufigkeit, die Intensität und den Grund des Lachens sowie erlebte Stressereignisse und -symptome, und zwar während der Zeit seit dem letzten Signal.
Mit dieser Methode konnten die Forschenden um die Erstautorinnen Dr. Thea Zander-Schellenberg und Dr. Isabella Collins relativ alltagsnah Zusammenhänge zwischen Lachen, belastenden Stressereignissen sowie physischen und psychischen Stresssymptomen («Ich hatte Kopfschmerzen» oder «Ich fühlte mich unruhig») untersuchen. Grundlage für die nun veröffentlichte Analyse sind Daten von 41 Psychologiestudierenden, davon 33 Frauen, im Durchschnittsalter von knapp 22 Jahren.
Lachintensität hat weniger Einfluss
Das erste Ergebnis der Beobachtung war vor dem Hintergrund der Fachliteratur erwartet worden: In Phasen, in denen die Probandinnen und Probanden häufig lachten, waren belastende Stressereignisse mit geringeren Symptomen verbunden. Unerwartet war hingegen der zweite Befund: Für das Zusammenspiel stressreicher Ereignisse und Intensität des Lachens – stark, mittel oder schwach –, zeigte sich kein statistischer Zusammenhang mit Stresssymptomen. «Dies könnte daran liegen, dass Personen ihre Lachhäufigkeit der letzten Stunden besser einschätzen können als ihre Lachintensität», so das Forschungsteam.

Quellenangabe: Universität Basel – Zander-Schellenberg T, Collins IM, Miché M, Guttmann C, Lieb R, Wahl K (2020) Does laughing have a stress-buffering effect in daily life? An intensive longitudinal study.
PLoS ONE 15(7): e0235851. July 9, 2020

Ähnliche Artikel / News

Was denken Sie darüber? Oder haben Sie Erfahrungen damit gemacht?

Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen. Vermeiden Sie unangemessene Sprache, Werbung, themenfremde Inhalte. Danke.


Aus Lesbarkeitsgründen bitte Punkt und Komma nicht vergessen. Vermeiden Sie unangemessene Sprache, Werbung, themenfremde Inhalte. Danke.

Ads Blocker Image Powered by Code Help Pro

Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker!

Psylex.de ist angewiesen auf Werbeerlöse. Deaktivieren Sie bitte Ihren Werbeblocker für Psylex!
Für 1,67€ – 2,99 € im Monat (kein Abo) können Sie alle Artikel werbefrei und uneingeschränkt lesen.
>>> Zur Übersicht der werbefreien Zugänge <<<



Wenn Sie auf diese Seite zurückgeleitet werden:

Sie müssen Ihren Werbeblocker für Psylex deaktivieren, sonst werden Sie auf diese Seite zurückgeleitet.

Wenn Sie nicht wissen, wie Sie bei Ihrem Browser das Adblock-System ausschalten (je nach Browser ist das unterschiedlich, z.B. auf den Browser auf Standard zurücksetzen; nicht das “private” oder “anonyme” Fenster, oder die Opera- oder Ecosia-App benutzen), sollten Sie einen anderen Browser (Chrome oder Edge) verwenden.

Sobald Sie dann einen Zugang bzw. Mitgliedskonto erworben und sich eingeloggt haben, ist die Werbung für Sie auf Psylex deaktiviert.