Ursachen des Tourette-Syndroms

Ursachen des Tourette-Syndroms

Neurologische Erkrankungen – Krankheitsbilder

02.01.2014 Weitere Erkenntnisse darüber, was die unkontrollierten Bewegungen und Geräusche (Tics) bei Menschen mit Tourette-Syndrom auslöst, kann zu neuen nicht-medikamentösen Behandlungen führen, laut einer neuen englischen Studie.

Wodurch werden die unkontrollierten Bewegungen und Geräusche ausgelöst

Die Tics scheinen durch eine fehlerhafte Verschaltung im Gehirn verursacht zu werden, was zu einer „Übererregbarkeit“ in den Regionen führt, die die motorischen Funktionen kontrollieren, laut den Forschern der University of Nottingham.

TICS: Wodurch werden die unkontrollierten Bewegungen und Geräusche ausgelöst

„Diese neue Studie ist sehr wichtig, denn sie zeigt, dass motorische und vokale Tics bei Kindern durch Gehirnveränderungen kontrolliert werden können, die die Erregbarkeit der Gehirnzellen vor den willkürlichen Bewegungen ändern“, sagte Stephen Jackson, Professor der Psychologie, in einer Universitätspressemitteilung.

„Sie können sich das ein bißchen so vorstellen, als ob man das Volumen bei einem überlauten Motor(-System) runterdreht. Dies ist wichtig, da es einen Mechanismus nahelegt, der zu einer wirkungsvollen nicht-pharmakologischen Therapie des Tourette-Syndroms führen könnte.“

Therapie/Behandlung ohne Medikamente

Bei dieser vor kurzem im Journal of Neuropsychology veröffentlichten Studie verglichen die Forscher das Gehirn von Menschen mit Tourette-Syndrom mit dem von Menschen ohne die Störung, und stellten fest, dass jene mit Tourette weniger in der Lage waren, Hyperaktivität im Gehirn zu kontrollieren.

Dies legt nahe, dass es Mechanismen im Gehirn gibt, die bei der Kontrolle von Tics helfen, und dass sie eine Entwicklung oder Re-Organisation während des Teenageralters durchmachen laut der Studie.

Nicht-medikamentöse Behandlungen wie bestimmte Formen von Gehirnstimulation, könnten diese Gehirnhyperaktivität kontrollieren helfen, sagten die Forscher.

© PSYLEX.de – Quellenangabe: University of Nottingham – Journal of Neuropsychology, Dez. 2013

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