Psychische Gesundheit der Mutter beeinflusst Bewegungsverhalten des Fötus

09.06.2021 Neue in Acta Paediatrica veröffentlichte Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die psychische Gesundheit einer schwangeren Frau das Bewegungs- und Berührungsverhalten von Zwillingen und Einzelkindern während der Schwangerschaft beeinflussen kann, und im Fall von Zwillingen, wie häufig sie sich selbst und gegenseitig berühren.

Ein solches Berührungsverhalten könnte ein Beruhigungsmechanismus für Föten sein, wenn Mütter während der Schwangerschaft gestresst oder depressiv sind, schreiben die Studienautoren.

Die auf Ultraschall-Scans bei 30 schwangeren Frauen basieriende Studie fand auch heraus, dass mütterliche Depressionen und Stress das Berührungs- und Bewegungsverhalten sowohl von Einzelkindern als auch von Zwillingen beeinflussen, allerdings mit Unterschieden.

Es ist bekannt, dass die mütterliche psychische Gesundheit, insbesondere Stress und Depressionen, einen Einfluss auf die fetale Entwicklung hat. Die Ergebnisse dieser Pilotstudie bieten einen faszinierenden Einblick in die pränatale Erfahrung, sagt Hauptautorin Nadja Reissland, von der Durham University in Großbritannien.

Es muss noch mehr geforscht werden, um ein Toolkit mit Ressourcen zu erstellen, das es Geburtshelfern, Hebammen und Fachleuten für psychische Gesundheit ermöglicht, Frauen während ihrer Schwangerschaft mit einer auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Betreuung besser zu unterstützen, schließt sie.

© psylex.de – Quellenangabe: Acta Paediatrica – https://doi.org/10.1111/apa.15903




Erfahrungen / Kommentare zu “Psychische Gesundheit der Mutter beeinflusst Bewegungsverhalten des Fötus”

  1. Meine Tochter, mit bekannter schizoaffektiver Störung, wurde 2016 in eine psychiatrische Klinik in Hamburg gebracht, dort berichtete sie, dass sie schwanger sei und das Kind nicht wolle, wobei sie sich immer wieder auf den Bauch schlug. Da psychiatrische Patienten wohl nicht als vollwertige Menschen gelten, interessierten sich die Ärzte dafür nicht und machten keinen Schwangerschaftstest. Im April wurde sie aufgrund von einer Nichtigkeit zwangsfixiert und zwangsmedikamentiert. Im Juli wurde zufällig die Schwangerschaft erkannt. Das Kind wurde adoptiert. Welche Störung wird es haben….

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